Pärchen-Südinsel-Roadtrip

07Juni2014

Ihr Lieben,

 

yaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaay! Urlauuuuuuuuuuub!

Help-X in Motueka

10Mai2014

Ihr Lieben,

 

hier bin ich, gesund und munter. Ich melde mich aus Hamilton, meiner Au Pair Station bis ungefähr Anfang Juli. Muss mal wieder bissel was nachholen. "Bisschen" ist sehr gut.


Am 18. März abends wurde ich gegen halb elf dann endlich ausm Hostel abgeholt. Abgemacht war Abholen zwischen 9 und halb 10 von einer Heather. Ich hatte damals ziemlich viele Anfragen rausgegeben, wodurch ich nicht genau nachgeschaut hatte, welche Familie mir nun geschrieben hatte, wo ich landen würde etc.

Sie holte mich ab, kam von einem "Meeting", was sich paar Tage später als Hochzeitsfeier einer Freundin herausstellte. Wir fuhren ca. 20min raus, ins nirgendwo. Sie hätte mich auch entführen können, wäre kein Unterschied gewesen. Es war stockdunkel, überall Wiesen und keine Häuser, nur eine Straße, kein Gegenverkehr. Creepy!
Dann bogen wir ein, sie musste viele Tore öffnen und wir standen vor deren Haus. Heather zeigte mir noch schnell das Badezimmer und dann fiel ich auch schon in mein Kingsizebett, bedeckt mit 6 Decken und unendlich vielen Kissen. Himmlisch!!!

Am nächsten Tag dann verpennte ich erstmal. Anstatt 7:30 aufzustehen schlief ich wieder ein und stand 8:45 erstmalig in der Küche. Es gab Porridge (jeden Tag, ich verliebte mich in dieses Frühstück) und wir gingen hinunten zu den Ställen. Vorher musste sich Heather noch um ihren Sohn kümmern. Haymich, 11 Jahre alt, Migräne oder son Rotz. Naja, anscheinend wars nicht so schlimm, weil er an dem Tag zwar aus der Schule genommen wurde, aber den ganzen Tag, 12h, vorm Computer verbrachte.

Die zwei Wochen verliefen sehr entspannt. Meine Arbeiten waren wirklich richtig verschieden.
Interessant war zu sehen,wie Heather wirklich jeden Tag ackern musste, damit die Familie was aufm Tisch hat. Diese Familie war eine Selbstversorgerfamilie, bzw der Mann arbeitete den ganzen Tag als Trucker, um quasi Nebenkosten und Benzin zu finanzieren und die Frau, also Heather, kümmerte sich um die Tiere, um die Gärten etc. Jeden Tag durfte ich die Eier der Hühner einsammeln. Weiterhin hat Heather glaub 150 Cousinen und Cousins, die alle auf der Südinsel wohnen und ihr bei ihrer Arbeit Unterstützung geben, Einer davon arbeitet im New World in Richmond, was ca. 30min entfernt liegt. Aller zwei Tage bekamen wir einen großen Sack voller Brote, Semmeln, Süßbackwaren und Baguettes sowie Pizzen und Garlic bread. Die Verfallsdaten waren jeweils am jeweiligen Tag oder am darauf folgenden. Durch diese Lieferung hatten wir im Haus immer Brot und Semmeln sowie zum afternoon tea schön Kuchen oder .. Buchteln mit Zuckerguss oder son Kram.

Heather hatte sich für Selbstversorgersein entschieden, weil sie a) für ihre Tiere lebt und es quasi ihr passion ist und b) weil der nächste Supermarkt sie schon alleine 30$ fürs Benzin kosten würde. Diese Überlegungen fand ich mega und auch absolut wahr. Fällt sie jedoch einen Tag aus, ist krank oder sowas, wird der Tisch ebend nur halb voll sein.

Mit beim wwoofen war ein Franzose, 25 und er hieß Chris. Wir verstanden uns auf Anhieb,er machte dann immer die "Männerarbeit" und ich half Heather oder.. genoss die Sonne, während ich ihm beim Umgraben oder sowas zusah.

Fast jeden Morgen kam auch ein großer Trailer mit Kürbissen oder Petersilie oder Lauch oderoderoder an, welchen Heather jeden Tag an ihr Quad machte und alles an die Tiere verfütterte. Manchmal nahm sie uns auch mit, die standen auf dem Anhänger oder ich saß mit aufm Quad. Ich liebe Quad fahren auf den Farmen hier, man fühlt sich so frei und unbeschwert.

So, nun zu den Tieren, holy grab, thats a lot... Auf Heathers kleiner Farm gabs ALLES.
Sie hat ein enorm großes Herz für Tiere, wodurch sie viele verletzte oder alte Tiere aufgenommen und wieder aufgepeppelt hat. Es gab Kühe, 2 Pferde, einen zahmen Bullen, ein Lama, unendlich viele Schweine und zwei Schweinmamas mit Babys (die einen waren 5 Tage alt und die anderen ca. 4Wochen SÜÜÜÜÜÜÜß !!!), viele Ziegen, eine Schafherde, eine taube Katze, einen Hund, Enten, Tauben, Hühner, Turkeys, anderes.. Geflügel. Weiterhin zwei Leguane, Papageien, ein ZAHMES Opposum namens Ruby (lovely!), zwei Molche oder Oxolotls, Chinchillas ( 8 oder so) und eine Ratte. Das dürfte es gewesen sein... unglaublich! Den größten Spaß hatten Chris und ich mit Ruby, der Possumdame. Possums zählen in Neuseeland als Plage. Sie wurden vor Jahren von Aussie, Australien, hierher gebracht und nun vermehren sie sich und fressen ALLES weg. Dabei sind diese Tiere so unglaublich süß. Sie haben meeega weiches Fell, einen ganz flauschiges Greifschwanz. Ihre Zähne sind wie die von Hamstern und wenn sie fressen schmatzen sie wie Kleinkinder. Gosh, ich wollte auch ne kleine Ruby mit nach Hause nehmen. Sie war ungefähr so groß wie ne Katze, würde also perfekt in nen Rucksack oder so passen! :D

Heather ist die beste Köchin. Wirlklich. Mit ganz einfachen Mitteln und wenigen Zutaten hat sie Festmahle gezaubert und das jeden Abend. Endlich gab es mal wieder richtig gute Hausmannskost.

Geschlafen habe ich in meinem eigenen kleinen Hüttchen in einem Kingsizebett auf Rädern. Habe ich also nachts versucht, meine ganzen Decken, fünf oder sechs an der Zahl, zu sortieren, ist das Bett mit mir weggerollt. Funny!

Beim wwoofen arbeitet man nur 4h am Tag. Den Rest des Tages habe ich meistens Serien geschaut oder die Route für Lukas und mich mitm Auto geplant. Wir hatten die ganzen zwei Wochen auch durchgehend Sonnenschein und Wärme, wodurch ich draußen sitzen und die Aussichten genießen konnte. Magic! Es war so still, man hört nur paar Kühe oder mal die Schafe, ansonsten einfach NICHTS.

Am zweiten Mai hat mich dann Chris nach Richmond zum Bus gefahren. Es ging für mich von Richmond nach Christchurch runter. Wir hätten fast den Bus verpasst, weil ich eine ganz schlechte google maps Leserin bin und die Straßen in Neuseeland so unübersichtlich sind. Habe auch jetzt als Aupair noch große Schwierigkeiten, die Straßen ausfindig zu machen. 

Ich hatte einen Umstieg in Blenheim mit 3hem Aufenthalt. Ich kenne die Stadt ja leider schon, aber dennoch bin ich bissel muddeln gegangen, habe alte Erinnerungen aufleben lassen und son Kitsch. Irgendwaaaaannn war dann ENDLICH die Zeit rum und ich konnte mein Backpack in den Bus hiefen. Als ich dabei war, tippte mir Roxanne auf die Schulter, mit welcher ich in Blenheim im Grapevine gearbeitet hatte. Die Arme schuftete dort immer noch, um sich ihre Reisen zu finanzieren. Dafür hat sie jetzt glaub ne Menge Spaß, hm Roxanne?:))

In Chch kam ich glaub gegen halb 7 an. Lukas wartete auf mich an dem Busstop, großes HALLO und bla und dann stiefelten wir los. Ewigkeiten. Kilometer weit.. und erreichten finally ein Backpackers irgendwo im Zentrum. Christchurch besteht ja nicht mehr wirklich aus irgendwas, aber es gibt noch Hostels, natürlich... :D

 

Lukas war noch mit Markus unterwegs. Dieser flog aber am 3. Mai zurück nach Deutschland. Wir brachten ihn zum Flughafen und fuhren zurück in die Stadt, da ich mir noch das Quake Center anschauen wollte. Das ist eine kleine Ausstellung in der Containerstadt im Zentrum Chchs. Die Containerstadt ist quasi eine übergangsmöglichkeit wieder Geschäfte direkt im Zentrum auf machen zu können. Sieht auch wirklich richtig stylisch und modern aus, hat mir gut gefallen.
Das Quake Centre war unglaublich. Man findet dort alle informationen über das schwere Erdbeben in Christchurch vom 22.02.2011. Christchurch zählte bis zu diesem Erdbeben zur zweitgrößten Stadt Neuseelands. Nun.. ist Christchurch nur noch eine einzige Baustelle. Es müssen noch über einhundert Gebäude abgerissen werden, an vereinzelten Stellen sah man sogar alles, genau wie es nach dem Erdbeben aussah. Geröll und eingefallene Häuser etc. Wirklich ganz schlimm und es hat mich auch sehr betroffen gemacht. 
Naja, das Quake Centre hat viele Bilder und Originale aus der Stadt. Weiterhin haben zwei Filmemacher Interviews mit ca. 15 Menschen gemacht, welche zum Zeitpunkt des Erdbebens im Zentrum gewesen sind. Diese Geschichten haben mich unglaublich berührt. Mütter, die aus Sorgen um ihre Kinder in die Stadt gerannt sind und ihre Kinder gesucht haben. Eine Frau, die durch ein herabfallendes Bücherregal die Finger einer Hand verloren hat. Einfach.. so viele Schicksale und so viel Schmerz.

Am Abend des 3. Mais hatten wir einem Hitchhiker von Lukas geschrieben, der in Rolleston, ca. 20km von Christchurch wohnte und hatten ihn gebeten bei ihm übernachten zu können. Er hatte damals Lukas seine Nummer gegeben und ihm das angeboten. Wir nahmen einen Bus und fuhren nach Rolleston. Als wir ankamen erkannten wir, dass es.. sehr reich war. sehr sehr reich. Die Häuser waren alle perfekt angeordnet, es standen riesige Autos davor und die einzelnen Straßen waren mit großen, prächtigen Mauern umzäunt. Wir verabredeten uns mit Matt in einem Pub. Joa. Wir kamen dort an, Lukas erkannte ihn auch gleich und wir wurden zu einem Pooltunier eingeladen. Es war glaub Donnerstag und das hieß ebend Poolnacht in dem Pub. Ich verlor gleich in der ersten Runde, aber Lukas schaffte es in die dritte, verlor dann aber und nahm uns damit die Chance, uns mit einem 75$-Gutschein in dem Pub schön volllaufen zu lassen. Aber hat er gut gemacht! :)

Der Typ schien mir am Anfang etwas unsymphatisch bzw bissel Assi, dann kamen wir aber zu seinem Haus und alles war verflogen. Es war schööön groß, er hatte zwei weibliche Mitbewohner und wir erfuhren, dass er Vater von zwei Söhnen ist. Manchmal braucht halt jeder eine Auszeit und betrinkt sich. Trotzdem ist man ja ein normaler Mensch! :D Wieder ein Vorurteil abgeschoben.

Nächster Tag. Wir hatten ab dem 5.Mai ein Auto reserviert, also hatten wir noch einen Tag zu überbrücken. Matt gabs uns spontan sein Auto für den Tag, da er eh arbeiten musste und einen riesigen Firmenwagen nutzen durfte. Yay! Die Kiwis haben so unglaublich viel Vertrauen, gibts gar nicht. Wir nahmen das also an und fuhren zur Banks Peninsula, welche sich etwas südlicher von Chch befindet. Wir hatten super Wetter, nur Lukas Fahrstil.. ist ebend nicht so meins, aber ich gewöhne mich dran mein Schatz! :D

Am 5. Mai fuhr uns Matt dann zum Flughafen, wo wir unser Auto entgegen nehmen konnten. Lukas hatte über eine Internetseite ein unschlagbares Angebot füt zehn Tage bekommen. Wir hatten uns auf einen winzigen Dreitürer eingestellt, in welchem wir quasi auf Essen und Backpacks sitzen würden. Aber nix wars, wir bekamen einen schön geräumigen Fünftürer, konnten Backpacks in den Kofferraum und Essen aufn Rücksitz stapeln.

Weiter geeeeeeeeehts mit unserem PÄRCHEN-ROADTRIP! :D

Roadtrip 2014

01April2014

Ihr Lieben,

Haaaaaaach,  ich will hier gar nicht mehr weg. Neuseeland ist aller hundert Meter anders, so wunderschön und sureal. Ich freue mich sehr, irgendwann wieder die ganzen bekannten Gesichter zu sehen, das gute Essen zu bekommen und in gewohnten Shoppingcentern meine Wege zu gehen. Doch diese Zeit darf ruhig noch etwas dauern. Mir geht es hier so gut, ich war noch kein einziges Mal krank, was in Deutschland leider sehr häufig vorkam. Ich liebe die Meeresluft, ich liebe die Strände und Hügel. Ich liebe die Aussicht darauf bald in die Berge zu kommen. Ich freue mich sogar darauf Neuseeland bald unter einem Nebelschleier zu erleben, im Winter!
Jeder, der sich noch fragt, ob Ausland -Ja- oder -Nein- : SOWAS VON AUSLAND! Ich kann nichts negatives über meinen bisherigen Neuseelandaufenthalt sagen. Fabi sagte mal zu mir, dass man aus jedem Ereignis/jeder Situation, egal ob negativ oder positiv, etwas lernen kann und man somit nichts  falsches macht. Fabischatz-du hast leider Recht! Egal wie schlimm Samoa war, es hatte zauberhafte Seiten und ich habe viel über mich und das Leben darauf ziehen können! :)

Genug der Philosophie, ich schaue warscheinlich zu viel Sex and the city.
Nun:

Kapitel Eins des Roadtrips mit Lukas und seinem Kumpel Markus

Düdüm, der Vorhang steigt.. Ja, ich habe in Deutsch NICHTS lernen können! :P

Ich beginne damit, dass Lukas für uns alle einen Passport vom nakedbus gekauft hat. Wir haben 240$ für 10 Fahrten und eine Fähre inkl. bezahlt. Berechnen wir kurz: ein Fährenticket allein kostet schonmal 55$, wären wir bei 185 Dollar. Dieses macht dann also ca. 19$ für jeweils eine Fahrt, was unglauublich gut ist, auch fürs Gewissen. Die Jungs wollten sich eigentlich ein Auto mieten, fanden aber nichts in der angegebenen Preisklasse und entschieden sich kurzerhand fürs Bus fahren. Man kann zwar nicht überall Zwischenstops machen, aber sicherer als hitchhiken ist es allemal, bezieht man mal die Planung über nur einen Monat ein.

Am 6. März gings für uns also los nach Rotorua (40$ gespart.. höhö). 4h Busfahrt gehen zu Dritt sehr schnell um. Wir kamen gegen Mittag an, vor dem iSite. Ich schaute durch die wartenden Menschen und sah plötzlich Sarah. Ich habe sie angesprungen, wir haben uns freudig umarmt, geredet und dann musste sie auch schon weiter. Erster wiedergetroffener Mensch, nach nur dreiTagen! :)
Rotorua ist bekannt für seine überall heraussprudelnden heißen Quellen und ist damit schon vor Jahrhunderten zu einem Thermalort geworden. Einen ganzen Tag in dem Gestank der aufsteigenden Gase könnte ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
Im iSite fanden wir dann einen schönen 15$ pro Person Campingplatz an einem Hostel. Nach gefühlten 2km Fußmarsch kamen wir dort auch an und wurden von einer Omi, an der Rezeption, mit Sweetheart begrüßt. Es war ganz schnuckelig, alles schon gepflegt und sauber.

Wir machten uns nach dem Aufbauen der Zelte auf einen kleinen Spaziergang (auf), der uns bis kurz vor der Dämmerung auf Trapp hielt. Wir sahen die ersten heißen Quellen, rochen den ekelhaften Schwefel- und auchnichtSchwefelgeruch, kamen an einem Maoridörfchen samt Kirche und Friedhof vorbei und umliefen noch einen kleinen Ausläufer eines Armes hinein in den angrenzden See.

  Zelte aufbauen .. .. und loslatschen! Maoridorf am See ich liebe dich! Church Schwarze Steinrosen oder sowas? Achja, mein neues kleines Zuhause!

Am darauffolgenden Tag starteten wir mit dem iSite, um eine schöne Aktivität zu finden. Über bookme.co.nz, eine Webseite mit Schnäppchen aller Art, bekamen wir den Eintritt in das belebte Maoridörfchen Whakarewarewa etwas billiger, also stiefelten wir die 3km bis dahin und verbrachten den Tag dort. Wir bekamen eine Show zu sehen mit verschiedenen Tänzen, Gesängen und dem originalen Haka. Haka ist eine Art Kriegstanz, welcher früher und zb auch heute noch bei Rugbyspielen getanzt wird, um den Gegner einzuschüchtern und damit den Kampf vorzeitig beenden zu können. 
Weiterhin bekamen wir eine Führung durch das Dorf. Meine Aufmerksamkeit schwand aber sichtlich, auch Lukas wurde zunehmends unaufmerksamer. Am Ende lauschte glaub nur noch Markus den Worten der Maorifrau, welche uns vieeeel über das Kochen, das Waschen, das Leben, das Arbeiten undundund erzählte.

Immer wieder das Selbe :) So schön blau und dann so schön heiß Küche des Maoridorfes  


Am Nachmittag, zusehends müder werdend, mussten wir auch noch alles zurücklatschen. Unser Hostel besaß sein eigenes kleines Pool-Loch mit heißem Wasser, welchen wir uns am Abend gönnten. Nach 15min mussten wir aber alle raus, weil es mit seinen glaube 31 Grad einfach zu warm war.

8. März, 11:20, unser Bus ging nach Taupo. Endlich wieder in Taupo, Taupo dem Ort meiner Tattoos, Taupo als der Ort der Erholung, des wunderschönen Sees, der schönen 6 Tage im Januar! 
Kaum angekommen fühlte ich mich gleich wieder wohl. Wir entschieden uns dafür, auf den ca. 4-6km entfernten freien Campingplatz zu gehen. Mein Maulen war groß, ca. 20kg Kampfgepäck bringe ich ebend nicht so leicht vom Fleck. Unser schmerzenden Füßen und einer großen Schnute kamen wir gegen Abend dann auch da an. Ich schmollte während die Jungs noch einkaufen gingen.

9. März-Taupo

Früh aufstehen, Lukas und Markus wollten Taupo erkunden. Hiphip Hurra, es hieß mal wieder laaaatschen. Wir gingen zu den Hukafalls (im ersten Post übrigens falsch geschrieben), querten dort den Fluss und liefen zurück, flussaufwärts, dem See und Taupo entgegen. Ein schöner kleiner Weg führte uns am Wasser entlang zum Bungeegelände, wo Kerstin sich mutig hinuntergestürzt hatte. Weiter liefen wir hinunten zum See, auf der Suche nach einem angeblichen Hot Water Beach, welcher sich als einziges trostloses Loch am Strand herausstellte.

Unser kleines blaues Warehousezelt auf dem anderen Ufer! Es lädt förmlich zum Baden ein! ..und zurück am See!

Zur Belohnung für mein fleißiges Laufen gingen wir, dank Gutscheinen, schön zu Burgerfuel. Ich liebe die Fries und die Aioli!!!! Unendlich!!!
Leider Gottes fing es dann mit regnen an, welcher aber nach Beendigung unserer Burger nachließ und beim nach Hause laufen gegen Sonnenschein getauscht wurde. Schöner Tag, Taupo ist einfach traumhaft!

10. März- entgegen dem Toood

Wir fanden einen Lift direkt zum iSite (GottseiDank keine blöden Kilometer bergauf zurücklatschen) und verbrachten zwei Stunden in der Bibliothek, ehe wir gegen 12:30 mit dem Bus nach Turangi und von da aus weiter nach Whakapapa fuhren: das Tongariro Crossing stand an. Ich als kein "Herr der Ringe"-Fan habe ja keine Ahnung von den ganzen Schauplätzen in Neuseeland, aber der Schicksalsberg ist eine Art Must-Do in Neuseeland. Dieser Schicksalsberg ist ein Vulkan und liegt im Nationalpark des Tongariro. Das Tongariro Crossing besteht daraus, dass man Hingefahren wird, an den Vulkanen 19.4km vorbeiläuft und irgendwo wieder abgeholt wird. Es ist der schönste Ein-Tages-Walk von ganz Neuseeland.
Wir kamen an, bauten auf und bereiteten uns auf das Wandern vor.

11.März- Tongariro Crossing- 7Uhr (!!) wurden wir von einem Shuttle abgeholt und zum Einstieg des Tongariro Crossings gefahren. Es ist zwar der schönste Walk, aber auch einer der gefährlichsten. Man weiß nie wie das Wetter umschlagen wird, ob vielleicht sogar ein Vulkan ausbricht oder schlimmeres. Bei uns war alles ruhig, langweilig, wir hatten strahlenden Sonnenschein (kann ja jeder) und so gut wie keine Wölkchen am Himmen (öööde). Es war das perfekte WirlatschenuffnGippelhoch-Wetter.

Die ersten 4km vergingen wir im Flug, man läuft erstmal Richtung Anhöhen und Bergchen. Dann gehts ab. Hoooooooch und hooooch und hoch und hooooch. Dann, nachgeschwitzt und genervt, steht man endlich oben. Haha. Es ging immer hooch und ruuunter und hooooch und runter. Ein Abstieg bestand aus einem einzigen Geröllfeld, nichtmal Geröll, es war Sand vermischt mit rutschigem Irgendwas und keinem Halt. Eine Gruppe Rentner mühten sich sehr lange ab, fanden aber schließlich den rettenden Boden unter ihren Füßen. Zwischendurch gibt es traumhafte Aussichten auf den Lake Taupo und die Umgebung. Die Jungs gingen zwischendurch noch auf nen anderen Gippel, isch hat keenen Bock mehr und blieb einfach sitzen und genoss die Landschaft. Während ich da so saß kam eine Gruppe Frauen, drei Mit-Vierzigerinnen (Ja, MAMA) mit einer Tochter. Sie schauten sich die Umgebung an und stellten voller Freude fest, dass man ja die Ostküste Neuseelands sehen könnte. "Wo ist denn Gisborne" fragte die eine der Frauen. Ich schüttelte den Kopf und lauschte neugierig. Irgendwann holte die Tochter ihr Handy samt Google Maps heraus und stellte fest, dass der kleine rote Pfeil nicht Gisborne, sondern Taupo zeigt. Ja wirklich, er zeigt tatsächlich Taupo. TAUPO. Mensch, wie kann das denn auf einmal kommen? Starke Leistung!!! :D :D :D

Naja, latschen,latschen,latschen.. das übliche halt. Ich meckerte froh rum, wie das halt so mit mir ist. Die letzten 6km gingen Bergab. Nur bergab, es stauchte und oahr. Die ersten 2km gingen aber sehr schnell um, weil ich wie wilde pullern musste.
Endlich dann, gegen um 4, erreichten wir den gottverdammten Aufsammelpunkt. Mir taten meine Füüüße weh! Und meine kleinen untrainierten Waden! Und meine Lungen.
Aber, we did it. 19.4km(plus die Jungs nochmal 3-4km) in 9Stunden, ungefähr, also wir waren zufrieden und es lag unter dem angegeben Zeitraum, glaube ich!
Um 5 wurden wir endlich abgeholt, gegen 6:30 waren wir aufm Campingplatz. Ich duschte heiß, wir kochten und ich fiel ins Zelt.
Die Bilder samt den Aussichten waren gigantisch schön! :)

  Da gings hoch.. .. knallrot dann obenangekommen und liebe Grüße nach Hause (Schneemann)... .. und da gings wieder runter Das Bergleinchen  Dieser Ausblick! Der hintere See ist der Lake Taupo! :> Immer schön aktiv bleiben! and WE DID IT !

Nächster Tag,hopphopp, weiter geht die wilde Reise. Gegen Mittag gings von Whakapapa zurück nach Turangi und von dort aus nach Windywelly: Wellington.
Schön wieder im "Lodge in the City" eingemietet. Als wir gegen 8 im Hostel ankamen erkannte mich die Rezeptionistin sogar wieder! Mich! In einem vielgebuchten Hostel!!!

Und der nächste Tag brach an. Wir mussten aus unserem Zimmer ausziehen um in einem anderen unsere zweite Nacht verbringen zu können. Ich saß in der Lounge und Lukas stand an der Rezeption, als die Tür aufging und plötzlich Ulli hinter Lukas stand, ohne das die beiden das mitbekamen. Ich zeigt Lukas sich umzudrehen und dann war die Freude groß!
Wir starteten den Tag in der library von Wellington, weil ich meinen AuPair Onlinebogen ausfüllen wollte, nach wwoofingplätzen und einer Arbeit suchen wollte. Diese Zeit war echt nicht schön, weil mir langsam blühte, dass ich nicht mehr viel Geld hatte und schon einige Reisen geplant hatte. Ich bekam Angst mein Deutschlandgeld nehmen zu müssen um über die Runden kommen zu können. Jobs gabs auch keine wirklich guten, also schob ich 24/7 Panik über mein weiteres Verbleiben. Aber, rille, weiter.
Nach der library gingen wir ins Te Papa, dem .. Nationalmuseum(?!) Wellingtons. Das Te Papa ist frei und hat alles zu bieten: von Meerestieren über Erdbeben und Vulkanausbrüchen bishin zur Geschichte und Kultur der Maoris. Man kann alles anfassen, ausprobieren. Donnerstags hat das Museum "Lange Nacht des Museums", also offen bi 21 Uhr, wodurch wir uns lange Zeit lassen konnten. Taten wir auch. Wir nahmen Ulli mit uns blieben dort eeeewig lange. Gegen 20Uhr verließen wir das Museum und machten uns auf Pizza zu backen. Yummi! :)
Im Museum ist fotografieren leider verboten, also gibt es von der Zeit in Wellington leider keine Bilder.

14.März. Bevor uns Ulli gegen um 2 zur Fähre auf die Südinsel fuhr, waren wir noch einmal zwei Stunden in der library.
Die Überfahrt verlief supergut und schnell. In Picton hatten wir uns im Atlantis Backpackers eingenistet. Wir kamen da an und wurden von einer regelrecht freizügigen Hippieoma begrüßt. Für 20$ die Nacht bekamen wir Dessert am Abend und Frühstück am Morgen. Wir lebten in einem 28-Betten-Zimmer, das Hostel war total auf Meer gemacht. Abends, wenn alle Lichter ausgemacht wurden, kamen in unserem Riesenzimmer kleine Solarleuchten zum Einsatz, welche wie der Stab des Posseidon leuchteten. Alle Menschen waren total ruhig, die Betten lagen auch nicht alle nebeneinander. Ein kleiner Gang ging ab in andere kleine Gänge mit Doppelstockbetten. Die Betten waren mit kleinen Vorhängen verziert, meiner zum Beispiel hatte pinke Glitzerpalletten drauf. Es war einfach zuckersüß und jeder Backpacker hatte so viel Respekt vor den anderen keinen Lärm zu machen.

Die wilde Reise führte uns am Folgetag nach Motueka, wo wir uns mit Luca, dem Kindergartenfreund von Lukas, zum Begehen des Abel Tasman Nationalparks verabredet hatten.
Gegen 5 Nachmittags checkten wir in unser sehr sauberes, modernes "Hat Trick Lodge Backpacker"leinchen ein, gingen einkaufen und lernten noch eine nette Deutsche kennen, wodurch wir alle erst gegen 1 Uhr nachts mit dem Packen für den Abel Tasman Track anfingen. Geplant war gleich am nächsten Tag durchzustarten, auf eine 3-Tages-Wanderung. Doch an diesem Samstag hörten wir von einer großen Sturmfront, welche über halb Neuseeland lag und es sogar so weit brachte, dass die Menschen aus dem Abel Tasman evakuiert werden mussten. Wir wollten mal abwarten und schauen, was das Sonntagswetter uns so bot.

Es war nun mehr Sonntag, der 16.März und es regnete. Sprühregen, ganz fein und ekelhaft. Es hörte den ganzen Tag nicht auf, wodurch wir beschließen den Tag herumzuchillen. Weiterhin buchten wir ein Wassertaxi, was uns zu einem Einstieg ab dem 13.km bringen sollte. Campingplätze waren auch gebucht.
Joa,wir schliefen erstmal schön aus, hatten einen Fernseher im Zimmer und funktionstüchtige Laptops mit Internet. Was wir vier so gemacht haben erscheint logisch.

Am Montag gings dann los. Wir wurden von einem Shuttle gegen 7:50 abgeholt und zum Wassertaxi gebracht. Dort kurz gewartet und dann ins Boot gestiegen. Nach meinen Erfahrungen auf Samoa hatte ich keeeine Lust auf eine abermalige Seekrankheit. Alles verlief super und wir kamen an unserem Strand an. 13km hatten wir übersprungen, weitere 42km lagen vor uns. Yay.
Wir hatten alle unsere großen Backpacks aussortiert und mit Zelten, Schlafsäcken, paar Klamotten und viel Essen und Wasser gefüllt. Mein Rucksack ist nicht direkt zum Wandern ausgelegt bzw hat er auch gar keine optimale Rückenpolsterung, was ich auch später zu spüren bekam. Meine Schultern schrien vor Schmerz, ebenfalls meine Fußsohlen und ich jammerte Lukas die Ohren voll. Naja, es ging immer mal Bergauf und wieder hinunter zu traumhaften weißen Sandstränden mit strahlend blauem Wasser und zauberhaften kleinen Felschen. Der Weg im Landesinneren führt durch den Dschungel, alles riecht schön frisch, man hört die ganzen "exotischen" Vögellein zwitschern während sich der Track seinen Weg durch den Dschungel sucht. Nach 30km Fußmarsch in 8-9h kamen wir dann eeeeendlich am Campingplatz an. Kurz voher gibt es eine Stelle, die man bei Ebbe durchlaufen kann und man sich damit 3km oder so erspart. Zum meinem Glück schafften wir diese Ebbenzeit und konnten schön durchs Wasser stiefeln! :)

  Guten Morgen :)) Wassertaxi Luca und die Hängebrücke  stunning view Richtung Endeee .. mit diesen kleinen Freunden!


Abends dann wurden die Zelte ausgebaut, eine eiskalte Dusche genommen und schön Nudeln gekocht. Danach hab ich nur noch meine brennenden Füße in den Schlafsack gesteckt und gepennt.

Nach einer teils stürmischen Nacht erwachte ich ohne allzu großen Muskelkater, dafür hatte der Schmerz in meinen Fußsohlen nicht aufgehört. Meine Laune war natürlich ganz oben noch weitere 12km zu latschen. Aber, es gab ja keinen Ausweg, also laufenlaufenlaufen. Lukas durfte sich mein Gemaule anhören, während Luca und Markus wieder einmal vorneweg stiefelten. Gegen halb 6 Abends war es dann geschafft: wir erreichten den nördlichen Carpark. Am Montag hatte Lukas die liebe Katrin (Hideaway-Lodge) angerufen. Von ihr wussten wir, dass sie samt Auto in Motueka,mit Lucas (Schule) und Linda (Hideaway), ist. Er fragte sie, ob sie uns abholen könne, wodurch uns noch weitere Stunden des Hitchhikens nach Motueka erspart blieben.
Gegen 6 kam Katrin mit Lucas zusammen an. Der Rückweg war schön. Mir taten soo die Füße weh, aba ich bzw wir haben den Track abgelaufen und es hat sich absolut gelohnt. Der Weg ist immer anders, führt durch immer neue Gebiete und hat hinter jeder Ecke traumhafte Ausblicke auf die Strände zu bieten!
Abends gings wieder in die Hat Trick Lodge.

Am 18. verließen Lukas und Markus uns sehr zeitig, um weiter nach Franz Josef zu fahren. Ich hatte immer noch Geldsorgen und habe mir zwecks mangelden Jobangeboten einen wwoofingplatz gesucht. Über wwoof habe ich aber keinen gefunden, also habe ich mich kurzerhand bei help-ix angemeldet und nach wenigen Anfragen einen netten Platz für zwei Wochen bekommen. Die Frau wollte mich abends gegen 9:30/10 abholen, da sie weit außerhalb wohnten und sie geschäftlich in Motueka war. Klang komisch, wurde auch komisch, stellte sich aber als der absolute Wahnsinn heraus!
An diesem Tag hatte ich noch das Skypedate mit einer Frau von der Au Pairagentur, welche eine Deutsche ist, mich aber alle Fragen in ihrem Deutsch-Englisch gefragt hatte. Es ging über eine Stunde, dann hatte ich aber wirklich alle Dokumente zusammen und wurde in den Matchingpool geschmissen. Wenige Stunden später hatte ich meine erste Familie....

 

Ihr Lieben, heute ist mein letzter Helpix-Tag in Motueka. Morgen fahre ich nach Christchurch und sehe dort Lukas wieder. Ab dem 5. April haben wir ein Auto (bis zum 15.) und ab dem 17. werden wir in Invercargill wwoofen. Ich werd diesen Blog warscheinlich erst in Hamilton bei meiner AuPairfamilie vervollständigen können, also habt ihr viel Ruhe vor mir!

Ganz liebe Busfahr-, Eier- und Hühnerkackegrüße von mir! 

 

BTW... APRIL,APRIL!!! Hier darf man nur bis 12 Uhr Mittags Witze machen, alles danach ist nicht mehr lustig. Fraaaaagt mich nicht nach der Logik! :)

Samoa

23März2014

hr Lieben,

nun stand also Samoa an. Samoa .. also.. genau DAS Samoa. Ich hatte absolut keine Ahnung über dieses Ländchen/Inselchen/Republikchen. Sarah, Sven und Ulli aus der Hideaway Lodge hatten im Dezember ihren Flug gebucht. Ich hatte das damals son bissel mitbekommen und dacht so "och cool, klingt nicht schlecht". Im Januar bin ich dann nochmal mit Sarah darüber ins Gespräch gekommen und flux war die Idee, dass ich ja mitkommen könnte. Ich suchte die Flüge raus, sie waren sogar noch 100-150$ billiger als im Dezember und schnell waren sie auch gebucht. Ich hatte in diesem Moment genug Geld bzw genug Zeit um Geld heran schaffen zu können, also: warum nicht?!

In Blenheim machte ich dann schön Geld ums dort ausgeben zu können. Ich fand einfach nie Zeit um mir einen genauen Überblick über die Inseln und das Land im Gesamten zu schaffen, also beschloss ich mich von den anderen mitschleifen zu lassen. SIE hatten ja die Absicht dahin zu fliegen und Urlaub zu machen, ich .. joa, Mitläufer und so! Ich wusste, dass es wunderschön sein musste, Muddi hatte bissel was darüber gesehen.

Am 21.02.2014 sollte unser Flug um 16:30 sollte der Flug gehen. Ich verabredete mich mit Sarah um 3 am Flughafen, damit wir alle vier zusammen einchecken könnten. Von Luca und einem der Markos, die auch bei Anton in Auckland wohnten, ließ ich mich zum Flughafen bringen und war 14:45 da. Ich wartete bis um 3 , niemand kam. Ich rief Sarah an und sie meinte, dass sie aufm Weg sind. Gegen 15:30  wurde ich wieder angerufen und mir wurde mitgeteilt, dass sie nun in den sogenannten Airbus gestiegen sind, welcher alle Menschen von der Innenstadt Aucklands zum Airport bringt, welcher knapp 45min entfernt ist. Joa. Geile Ansage. Aber wir waren alle noch positiv eingestellt und ich checkte schonmal ein. Sie hatten auch schon dem  Flughafen Bescheid gegeben, dass sie sich verspäten würde. Ich setzte mich zu KFC und wartete bis ca. 16:00 um die Gepäckkontrolle zu machen.
Durch die bin ich dann auch durch und schob langsam Panik. Niemand war da, ich wusste sie kommen später. Irgendwie nahm ich die Sache aber noch ganz gelassen, sie konnten doch nicht einen Flug verpassen dacht ich mir. Ich versuchte immer wieder sie anzurufen, wodurch ich selber immer verspäteter wurde. Schließlich musste auch ich zur letzten Kontrolle rennen, weil sie am anderen Ende des Flughafens lag. Ich checkte wieder ein und wartete. Wartete, wartete, wartete. Ich konnts nicht mehr aushalten und sagte dem Bodenpersonal Bescheid, dass ich auf weitere drei Personen warten würde. Sie checkten die Namen auf der Liste ab, doch schon da gabs keinen Ulli, keine Sarah und keinen Sven. "nunja..". Dann ging ich ins Flugzeug und gab auch den Stewardessen Bescheid, dass noch drei Deutsche kommen würden. Auch sie meinte, dass ihre Namen nicht auf irgendeiner Liste standen. Zu diesem Zeitpunkt begriff ich langsam, dass sie Liste alle Eingecheckten Menschen zeigte, nicht auch die, die den Flug gebucht hatten. Dann endlich konnte ich Sarah bzw Ulli auf Sarahs Handy erreichen und dann kams:

Sie waren 15min zu Spät zum Check-In gekommen, alles war geschlossen und sie konnten nicht mehr fliegen. Es hieß sogar, dass sie eine Strafe zahlen müssten plus den neuen Flugpreis, weil sie nachkommen wollten am nächsten Tag. 

Hust. Schluck. Seufz.
Joa.
Okay.
Ich war in einem Flugzeug.
Auf dem Weg nach Samoa.
Allein.
Ich hatte keine Landeskenntnisse, ich wusste nichtmal mit welcher Währung man bezahlt. Ich hatte keine Bleibe für die Nacht und würde nachts irgendwo an einem Flughafen auf einer Insel ankommen. Ich wusste gerade mal so den Namen der Hauptstadt.
Yeah.
Lief ja alles nach Plan.

Die Panik wurde größer, schon das Flugzeug war voller dicker Samoaner gewesen. Wo waren die Weißen? Wenigstens irgendeine neuseeländische Familie an die ich mich hätte hängen können?! Nüschd wars. Nadürlisch.

ABER ich wusste, dass die liebe Kerstin (ebenfalls Hideaway) auch auf Samoa ist und sich noch in der Hauptstadt befinden könnte. Ich schrieb ihr noch vorm Start SMSn auf ihre neuseeländische Nummer, aber keine Antwort. Nun wollte ich einfach den 3 1/2h Flug über mich ergehen lassen und es nach der Ankunft nochmal versuchen.
Sarah, Ulli und Sven wollten direkt am Folgetag nachkommen. Ein weiterer Lichtblick am dunklen samoanischen Himmelchen.
Der Flug war gut. Essen gabs keins, aber ich hatte einen (dicken) samoanischen Mann neben mir, der sich für 8$ ein Sandwich bestellte. Nach der ersten Hälfte hatte er keinen Hunger mehr und gab mir die andere Hälfte. Check!

airoplane .. mit soooo viel Platz als sich der kräftige Mann wegsetzte!

Wir kamen an, kaum ausm Flugzeug raus wurde ich abermals erschlagen. Kuala Lumpur-mäßig. Schwülend heiße Luft, ich begann sofort zu schwitzen und kleine Wasserperlen sammelten sich auf meinem Arm. Es war Nachts um 10, stockfinster. Wir waren die einzige Maschine auf dem ganzen Flugfeld von Apia.
Jetzt wurde es krieselig. Wohin nun? Wo Geld herbekommen, wo schlafen, wo Essen?
Passkontrolle. Dort lächelte mich eine ältere Frau an und sprach mich schließlich an, ob ich auf Urlaub gekommen wäre. "Jopp, Urlaub, aber keine Ahnung wo, hab kein Hostel für die Nacht". Ich glaub damit erweckte ich ihre Oma/Mamagefühle. Beim Gepäckband traf ich sie wieder, sie wartete förmlich auf mich. Zusammen gingen wir dann in die "Touristeninformation" des Airports. Eine kleine, dicke Frau saß auf einem Stuhl hinter einem zusammengeschredderten Tisch in einem Raum ohne Farbe, Bilder, irgendwas. Neben ihr lag ein Haufen Prospekte über Samoa und ein Kuli. Check... eher weniger. Wirkte jetzt nicht sooo aussichtsreich, aba mal schauen. Ich fragte sie nach einer Unterkunft und sie checkte mich in das "Titiana Motel" in Apia ein. Es kostete 50 Tala die Nacht mit Frühstück. Der Preis war mir relativ egal, nur nicht über 30$ (1 Tala ~ 60-70 Neuseelandcents und 3 Tala~1 Euro, oder so ähnlich.)
Die alte Frau nahm mich dann an die Hand (wirklich) und führte mich zu einem Shuttle in die Stadt. Von allen Seiten riefen einem die Taxifahrer zu, machten mich an, machten ekelhafte Komplimente und boten ihre Dienste an. Ich warf mein Zeug in das Shuttle und stieg ein. Einfach nur raus von da und ab ins Bett.

Wir fuhren los und mit uns saß noch eine Neuseeländerin im Shuttle, welche einen samoanischen Polizisten geheiratet hatte und gerade von der Hochzeit ihrer eigenen Tochter kam.
Es war Nacht, doch man konnte das Licht in den Häusern sehen und es sah so aus als hätten diese keine Fenster. Die Menschen saßen aber draußen. Die Häuser haben keine Wände, nur Säulen, da es zu warm ist um drin zu schlafen oder zu leben. Teilweise haben diese Häuser separate Schlafzimmer, aber viele haben auch ihre Betten offen draußen stehen. Ob sie sich nicht gegenseitig bestehlen würden fragte ich die ältere Frau und sie meinte, dass das nicht in ihrer Religion liegen würde. Später erfuhr ich noch, dass die Menschen für Diebstahl und Mord aus ihrer Kirche geworfen werden, von der Nachbarschaft aberkannt  und ausgestoßen würde. Klang plausibel, da die Samoaner tiefreligiös sind.
Nach einer gut 45minütigen Fahrt wurde ich als Erste an meinem Motel abgeworfen.

Kurzinfo:
Ich hatte beim Arbeiten in Blenheim ein Mädchen kennengelernt, welches auch schon auf Samoa gewesen war. Sie erzählte mir vieles, auch allgemeines. Sie meinte, dass die Menschen unter sehr einfachen und armen Verhältnissen leben, tiefreligiös sind und so gut wie nichts haben. Anstatt in Hotels lebt man auf Samoa als Tourist in sogenannten Beach Fales, kleine Hütten am Strand, welche von Familien betrieben werden und mit Abendessen und Frühstück angeboten werden- Weiterhin bekommt man eine Matratze und ein Moskitonetz gestellt sowie ein Kissen und ein Laken. Sie und ihre Freundin reisten via Bus umher und mir wurde die Nordinsel sehr ans Herz gelegt. Sie meinte auch, dass die Männer seeeehr anhänglich, sehr ekelhaft und fordernd, starrend seien, dir Angebote machen, einem hinterherpfeifen etc. Weiße Frauen sind für sie selten und es ist einfach das Temperament in diesem Raum.

Ich kam an und stellte mich natürlich auf keinen Komfort ein. Ich kam zur Rezeption, vor welcher ein Mann Mitte 50 saß. Er bot mir an, mich in der Nacht besuchen zu kommen. Er fragte, ob ich verschwitzt sei, mit ihm eine Dusche nehmen wolle und sowas. DANKEND lehnte ich das ab, angewidert gleich mit sowas konfrontiert zu sein.
Ich checkte ein, bekam aber keinen Schlüssel sondern mir wurde mein Zimmer aufgeschlossen und falls etwas sei müsse ich mir den Schlüssel von der Rezeption holen.
Da war also mein Zimmer: an der Decke ein Ventilator und drinnen zwei Betten. Ferdsch. Ein Fenster zum Gang. Aber es gab Steckdosen. Angesteckt, Lukas und Kerstin geschrieben. Dann hatte ich aber kein Geld mehr aufm Handy. Ich war fertig mit den Nerven. Kein Geld aufm Handy, keine Ahnung von irgendwas, kein Essen, kein Zutrinken. Ich konnte Kerstin nicht erreichen, die anderen würden erst am folgenden Abend kommen.
Ich nahm eine eiskalte Dusche (es gibt kein Warmwasser, bei den Temperaturen auch logisch) und ging ins Bett. Mittlerweile war es sicher um 12. Es war Freitagabend, also waren alle saufen. Gegen 1/2 gings dann los. Ich lag immer noch schlaflos in meinem Bett als langsam die Betrunkenen von den Bars kamen. Weiterhin begab sich ein "Pärchen" in eines meiner Nebenzimmer. Dieses Pärchen hatte nun Sex, unter lautem Gestöhne. Er schlug sie, sie schrie und weinte, er schlug zu undundund. Ich dacht nur "Allllllterrrrr, ich will nach Hauuuuse". Ich war wirklich richtig verstört. 

Mein Zimmer.

Über die Nacht hin fand ich dann immer mal etwas Schlaf, aber es war einfach zu warm, zu aufregend, zu viele Fragen schwirrten mir im Kopf. Ich hatte Hunger etc.

1.Tag 22.Februar

Gegen 8 ging ich dann zum "Frühstück". Dort lernte ich einen älteren Herren kennen, der ein Aussie war. Jaaaa! Ein Weißer! Ein netter Weißer! Ich fragt ihn, ob er mit mir in die Stadt zur Touristeninformation gehen wolle. Ich nahm meines ganzes Zeug auf, ging zu einem Supermarkt, kaufte mir Wasser und stiefelte mit ihm zur Info.
Am Rand der Straßen lag Müll in unendlichen Mengen, Darin saßen die Menschen und verkauften Knollen sowie große Bananenstauden. Wir kamen an einem überdachten Markt mit vielen kleinen Ständen vorbei, in denen Hosen und Kleider umherflatterten und Muschelketten gegen das Holz stießen. Wir wurden angestarrt bzw hatte ich den Eindruck. Die Männer pfiffen, riefen, johlten. Selbst aus den Bussen heraus kamen blöde Sprüche, gebrochenes Englisch mit Schnalzgeräuschen.
Das Wetter war unglaublich. Es fühlte sich an wie mindestens 40 Grad und einer Luftfeuchte von 1Mio. Ohne sich zu bewegen begann alles zu tropfen, ich musste nichtmal schwitzen um zu tropfen.
Dann kamen wir in der Info an, in welcher die Klima auf Minus 10 Grad gestellt war. Endlich etwas angenehmes mit Couches etc. Ich erkundigte mich nach einem Internetcafe (um Kerstins Standort herauszufinden) und einem Mietwagen. Ich fragte eine junge Frau, welche einen Film auf ihrem Computer schaute. Dann den anderen einen jungen Mann, der Musik aus seinem MP3-Player hörte.Außer den Beiden und dam Aussie war niemand da. Kaum Prospekte, kein WIFI, keine Musik. Gany trostlos und nicht wirklich willkommenheißend, aber okay.
Ich ging zum Cafe, fand via Facebook über Kerstin heraus, informierte Lukas und meine Muddi was bisher so abging und ging zurück. In der Information kannten sie keine "Muatau Lodge". Selbst der Taxifahrer musste ewig umhertelefonieren, ehe er mich dahin bringen konnte.
Es kostete mich 7 Tala (~1.50 Euro) um dahin zu kommen. Ich bekam die Telefonnummer des Taxifahrers (Johnny Junior) und kaum stieg ich aus kam mir schon Kerstin entgegengelaufen, gefolgt von der "Hostel"besitzerin. Ich fiel Kerstin in die Arme und heulte erstmal los. Es war SO SCHÖN jemand Bekanntes zu treffen nachdem ich die schlimmste Nacht überhaupt in einem mir unbekannten Land durchgemacht hatte. Kerstin nahm mich auf, erzählte mir viel, machte dann aber los, weil sie mit zwei anderen Deutschen ein Auto gemietet hatte.

Dann kam ich langsam mit der Hostelmama ins Gespräch. Wie ich über die Tage herausfand hieß sie Fatamah, kurz Fa(a) genannt. Sie war eine der "Reicheren" da sie in der ANZ (Bank of New Zealand/Australia) arbeitete. Ihre kleine Lodge wurde früher von Stundenten besucht, da sich fast neben ihrem Haus das internationale College und eine der größeren Highschools befand. Diese Studenten beschmierten aber immer die Wände, ließen ihren Müll rumliegen, waren jedes Wochenende betrunken und machten nur Ärger. Deshalb beschloss sie damit aufzuhören und ihre Lodge nur noch für Touristen begehbar zu machen. Ihre Lodge ist nur auf einer internationalen Internetseite zu finden, nichtmal im Register der Touristeninformation. Sie ist auch glücklich darüber, denn nun hat sie immer nur maximal 6 Gäste und keinen Ärger mehr. Sie hat keine Kinder, aber viele Geschwister. Momentan hat sie einen Aussie-Freund, der in Las Vegas war als ich da war. Sie meinte, dass sie auch schon vil gereist ist, ihr aber zb Sydney viel zu hektisch ist. Dort würden die Menschen nur an einem vorbeirennen, einen nicht grüßen. Ob das in Europa auch so sei? Ich musste lachen, ganz niedlich.

Sie erkundigte sich viel über Europa und andere Länder während wir die nächsten Tage miteinander verbrachten. An diesem Tag, kaum war kerstin weg, fuhr sie mich zu einem Supermarkt. Weiterhin musste sie ihre Mutter aus einem Dorf abholen, mit ihr einkaufen und in ihr Heimatdort schaffen. Sie bot mir an zu shlafen oder mich mitzunehmen. Ich kam mit. Wollte ja was erleben, jetzt wo ich mich langsam wohlfühlte.
Wir fuhren rechts raus aus der Stadt, hinein in die Dörfer. Faas Cousine hatte erst kürzlich ein baby bekommen wodurch Faas Mutter dieses Babyleinchen sehen wollte und nun aber nach Hause musste. Wir holten die Mama ab, eine typische Inseloma. Dann fuhren und fuhren wir, Richtung Airport, also links raus aus der Stadt, und fuhren und fuhren. Irgendwann bog Faa ins Hinterland ab, weg vom Meer. Alles war gefüllt mit Bananenbäumen/plantagen, Schokoladen- und Lemonenbäumen, riesigen Palmen, gefüllt mit Kokosnüssen. Faa fuhr einen großen Geländewagen, die Wege waren typische ausgehöhlte Feldwege. Überall lugten kleine Hütten mit Feuerstellen hervor, die Grillen zirrpten, man hörte die ganzen "tropischen" Vögel singen. Kinder spielten in den Buschen, an der Straße. Wenn sie uns sahen schauten sie uns hinterher, wunken/winkten/gewinketeteten mir und freuten sich, wenn ich zurückwinkte.Bei dem Haus der Mutter angekommen waren wir irgendwo im nirgendwo. ABER das Hüttchen hatte Strom, im Fernseher lief Rugby und sie hatten eine Mirkowelle und einen kleinen Backofen. Ihre Mama lebt von ihrer eigenen Plantage, hat Hühner. Wir bekamen je eine frisch geerntete Kokosnuss mit Strohhalm und Faa erzählte mir, dass alle Mädchen und Jungen im Dorf von früh auf gelernt bekommen wie sie unfallfrei eine Palme hinauf und wieder hinunter kommen. Beeindruckend!

coconut alles offen, ABER ein Fernseher Hinterland von Samoa! :) .. nach Hause kommen. Ab ins Private!


Wir fuhren zurück und es begann zu regnen. Wir sahen Kinder am Straßenrand frisch gefangenen Fisch verkaufen. Einen Stock mit 7-8 aufgespießten Fischen bekam man für 14 Tala(~5 Euro). Als die ersten Pfützen entstanden rannten alle Kinder aus den Häusern und sprangen wie wild in den Pfützen umher. Es war wunderschön zu sehen wie sie lachten, wie ihnen der Regen noch Spaß macht. Als ich bzw als wir klein waren haben wir uns auch über Pfützen gefreut, auch noch in der Grundschule. Heute ist das ja fast undenkbar. "Oh mein Gott, mein Kind hat an seinen dreckigen Fingern geschlabbert, oh mein gott". Zum kotzen unsere Gesellschaft. Es braucht so wenig um so glücklich zu sein.

Dieser Tag war gigantisch. Faa bot mir ein Zuhause an, zeigte mir den Teil des Landes wo sogut wie kein Ausländer hinkommt. Es war überwältigend, dass ich am Abend tot ins Bett fiel, egal ob da gerade noch zwei Kakarlaken drüber gelaufen waren.. :D
VORHER kamen aber noch meine drei kleinen Dussel an! Wir quatschten ewig :D

 2. Tag 23.04.2014

Sonntag. Erst einmal wurde richtig schön ausgeschlafen, auch Faa kam erst gegen elf aus den Federn. Sie fuhr mit uns zum Supermarkt und wir konnten schön frühstücken. Weiterhin fuhr sie mit uns zum Meer, die Jungs gingen baden. Da es eine öffentliche, viel besuchte Stelle war, meinte Faa zu uns Mädels, wenn wir baden gehen wöllten sollten wir unsere hosen anlassen. Es ist ein Respektding sich nicht halbnackt zu zeigen, was wir auch verstanden. Auf dem Rückweg fuhren wir an dem neugebauten Regierungsgebäude vorbei sowie an der Justiz. Es ist eine Frechheit: diese Gebäude sind supermodern, haben sicher auch die neusten Computer und Tische. Die Menschen leben von ihren eigenen Plantagen um sich versorgen zu können und die "hohen" Menschen arbeiten in solchem Prunk in so sinnlos-großen Gebäuden. Ich war sehr geschockt das zu sehen, sie bilden einen krassen Kontrast zum restlichen Bild auf Samoa!


Am Nachmittag setzten wir uns dann zusammen und planten unseren Aufenthalt auf Samoa.

Kontakt zum Leben in Neuseeland! Masterplan .. mit kleinen Besuchern .. hier und da... :D

Ich war sehr davon überzeugt, dass ich mich mit keinem meiner Backpacks in einen Bus begeben wöllte. Ich hatte sie am Vortag gesehen. Sind die Busse voll wird sichübereinander gesetzt, es darf aber nie ein Mann auf einer Frau sitzen. Diese Busse sind kleine umgebaute Trucks oder LKW mit lauter Reggeamusik, richtige kleine Partybusse. Es gibt keine Fahrpläne, man stellt sich an den Straßenrand und winkt dem Bus wenn man einsteigen will und die einigermaßen richtige Richtung draufsteht. Diese Busse sind bunt bemalt, sehr kitschig und innendrinnen ist kaum Platz um durchzulaufen. Mit einem Auto hätte ich mich am sichersten gefühlt, man hätte sein Zeug zusammen etc.
Die Jungs waren dagegen und wir einigten uns auf einfache Routen, wo wir nicht allzu sehr umsteigen mussten und welche gut per Bus zu erreichen waren.
Abends kochten wir, bzw wir kauften ein und Faa kochte für uns. Wir hatten noch nie SO GUTEN Reis und ein so geniales Chicken! Es war grandios!

Yummi.. .. und Arizona! Holy grab eh! Wir haben es hinuntergekippt, wir armen ausgehungerten Deutschen vermissten unser Arizona! :( 

3.Tag 24.04.2014

Jeden Tag traf ich mich zwischendurch mit Faa auf eine Zigarette, sie raucht Mentholzigaretten. Eine Schachtel kostet auf Samoa 5 Tala, also 1.50 Euro. Sie erzählte mir sehr viel über sich und ich von mir und ich schloss sie richtig ins Herz.
An diesem Tag nahm sie uns früh halb 8 mit in die Stadt, S´sie fuhr auf Arbeit und setzte uns ab, sodass wir die Informatio aufsuchen konnten. Weiterhin wollten wir zu sogenannten "sliding rocks", ein Wasserfall den man hinunterrutschen konnte.
Wir haben Am Meer auf um 9 gewartet, damit die Info aufmachte.

Faa´s Garten mit SonnenaufgangBackpacker.SonnenaufgangIGuten Morgen hässlicher ApiahafenGar nicht so weit bis nach Hause.. :') Look what we found Erste zarte Sonnenstrahlen   Straßenhunde, diese Mistkricken  DAS sind Pankeki, sie tauchen später nochmal im Kontext auf. Schmecken wie plinsen, nur rund. Hammer!


Als wir warteten sahen wir gegen 8/9 Uhr einige Polizisten (kurze Hosen, auf Fahrrädern, keine Waffen, keine Authorität) die Straße absperren und dann kam eine Blaskapelle in Polizistenuniform vorbei. Sie marschierten vorbei, hielten vor dem alten, nun komplett leer stehenden Regierungsgebäude, hissten eine Flagge, sagten paar Worte und marschierten zurück. Ich fragte einen Polizisten, was das denn gewesen sei. Er machte mich erst bissel an ehe ich antwortete, nichtmal die Polizei ist .. anders als die Bevölkerung. Dann meinte er, dass sie jeden Morgen an den Arbeitstagen dahin laufen um ihre Unabhängkeit von Neuseeland zu feiern bzw würdigen, welche sie 1962 erlangten.

Polizei Info


In der Information wurden wir auch nicht schlauer, also gingen wir zum großen Busbahnhof. Dort stehen den ganzen Tag über vieleeeee Menschen und warten auf ihren Bus gen irgendwo. Die Richtungen, wo die Busse hinfahren, stehen an den Bussen, draufgemalt.

uuund ein Mister Lavalava-Haus.. genaueres gibts beim Weiterlesen! :)

Während man wartet kommen viele Verkäufer, ob Mann oder Frau, jung oder alt oder sogar Kinder, mit Limodosen und Käsecrackern vorbei. Manchmal verkaufen sie auch gefüllte Pasteten oder kleine Küchelchen. Sie nerven ziemlich, weil sie dich bei jeder ihrer Runden fragen. Nach gut einer halben Stunde und einer Packung Pankeki (Pfannkuchen in gerollter Form und in Öl gebraten (Himmlisch)) fanden wir unseren Bus, der uns zu den sliding rocks brachte. Wir kamen an einem blumenverzierten blauen Haus an, wo uns eine ältere Dame begrüßte und uns 5 Tala Eintritt abzockte. Dann ging es eine sehr steile Treppe hinunter, vorbei an weiteren gigantischen Blumen und schwarzen Eidechsen, hinunter in den Regenwald und zu wunderschönen kleinen Wasserfällen. Wir waren komplett alleine und hatten seeeehr viel Spaß! Sarah rutscht einige Male ab und rutschte ungewollt unendliche Meter hinunter, ohne irgendwie anhalten zu können. Auch ich nahm öfters mal nen falschen Weg, aber am Ende landete man immer in perfekt klarem, sauberen und warmen Wasser. Die Kerle wurden zu kleinen Kindern und meine miese Laune gegenüber Samoa war kurzzeitig vergessen.

Willkommen vom Frauenverein des Dorfes.. downstairs .. ma bissel was für Omas und Muddis Augen, wa :) RUNTERRUUUTSCHEN   downstairs again

Dann machten wir uns wieder auf den Weg und waren gegen 3 wieder in der Stadt, komplett verhungert. Wir gingen in die eine Markthalle, kauften uns Armbänder und holten uns Fish&Chips. Wir saßen zwischen einer riesigen Ansammlung von Schulkindern, alle schauten uns komisch an, aber es war angenehm in dieses Alltagsleben der Schüler einzutauchen. Sehr niedlich zu sehen wie alle auf der Welt im jungen Pubertätsalter sich vor Jungs ekeln oder rumkichern und tratschen! :D

Markthalle Und die Jungs kauften sich noch je einen originalen Lavalava.. was aussieht wie ein großes Badehandtuch... .. dann aber doch ganz angenehm ausschaut. Sogar die Polizisten tragen diese Teile, kommt wenigstens Luft ans Säckel! :D

Wir liefen noch etwas durch die Stadt und warteten dann 1,5h auf Faa um uns wieder mitzunehmen.

4. Tag 25.04.2014

Endlich 3 Tage geschafft.. so ähnlich waren glaub meine Gedanken.
Frühs nahm uns Faa wieder mit in die Stadt, dieses Mal hatten wir aber unser gesamtes Gepäck mit, weil wir weiterziehen wollten. Sie brachte uns zum Busbahnhof, wir verabschiedeten uns von ihr. Sie wurde echt zu meiner samoanischen Mama, sie hat mich aufgenommen, gepflegt und gehegt und ich hab so viel mit ihr geschnattert!

Bye Bye Muatau Lodge Zimmer Mal wieder schön gepackt.. Meine samoanische Mama Faa! Schaut, wie niedlich schüchtern sie da steht! :)

Um 11 sollte unser Bus gehen, wir fanden aber einen eheren (10:30) nach Lalomanu, auf der Südseite der Südinsel.
Eingestiegen, Gepäck irgendwohin gerammscht. Der Bus wurde voll, es wurden Rasenmäher und Reissäcke, Pappkartons und Tüten voller Brot mitgenommen. Ein Mann legte sogar Welldach unter unsere Füße. Diese Busse sind Transportstation für alles, nur Tiere hatten wir nie im Bus.
Es ging entlang der Küste, dann kurz ins Landesinnere und gegen Nachmittag erreichten wir unser Ziel.

Bustour Bustour

Wir stiegen aus und wollten uns ein Beach Fale raussuchen, welches am günstigsten war. Gleich das erste angesteuert, 60 Tala pro Nase inkl. Frühstück und Abendessen. Und die Location... TRAUMHAFT!!! Wunderschöner weißer Strand, die Fales waren auch zauberhaft. Wegen der Hitze nahmen wir ein offenes Fale, direkt am Meer.

Restaurantbereich Ein Streunerpuppy, wahnsinnig knuffig! Und da waren wir nun... .. angekommen im erhofften Paradies... ..bei unendlicher Hitze und glasklarem Meer... .. und diesen zauberhaften Fales.. .. mit unserem kleinen Himmelbett mit frischer Luft!


In der Nacht begann es dann fürchterlich mit Regen und Stürmen. An den Fales sind blaue Planen befestigt, welche easy heruntetzumachen sind. Ich habe kaum ein Auge zubekommen, immer in der Angst dass es uns die Stützen wegspült und wir im Meer landen. Der Sand nahm viele Flüsschen an, es war.. gruslig!

5. Tag 26.04.2014

 

Nächster Morgen, alles war verschwunden, nur die Auswaschungen im Boden waren zu sehen.
Wir nahmen frühs um 7 den Bus und dieses Mal wurde es richtig voll. Unser Gepäck wurde auf Reissäcke geworfen. Es war perfekte Arbeitszeit, so fuhren alle von den Dörfern hinein in die Hauptstadt oder die Suburbs. Sven nahm mich dann irgendwann auf den Schoß währenddessen Sarah bei ihrer ehemaligen Sitznachbarin Platz nehmen durfte. Unser Ziel war ebendfalls Apia, was eine lange, enge Fahrt bedeutete.

Samoanisches Busfahrfeeling kam auf! :D


Dabei konnte ich mir aber mal die Menschen genauer anschauen. Die Frauen sind alle wahnsinnig schön. Sie schmücken ihr Haar mit einer Steckblume hinter dem Ohr. Ihr Haut ist total glatt und sanft und sie haben dunkle Wimpern und dunkle Haare. Diese Frauen haben vielleicht alle etwas mehr auf den Rippen, aber an Schönheit verlieren sie absolut nicht!
Gegen 9/10 kamen wir dann wieder in Apia an und suchten nach einem Bus zur Fähre (Richtung Airport) auf die Südinsel und gegen 1 erreichten wir auch das Häuschen und konnten um 2 die Fähre nehmen.

Diese kleinen großen Äuglein :o Wirklich unbearbeitet! Hafenwasser

 Gegen 5 erreichten wir dann Savaii, die Nordinsel von Samoa. Savaii wird damit publiziert, dass es das wahre Samoa ist. Upolu, die Südinsel, sei zu menschenüberlaufen und industriell. Auf Savaii befinden sich viele große Resorts, in welchen alle Touristen zu finden sind.
Wir hatten noch einen Weg von 1,5h vor uns um nach Manase zu gelangen. Der kleine Hafen befindet sich im Südosten und unser Ziel im äußersten Norden.
Wir wollten natürlich einen Bus nehmen, kostet ja nur wenige Euro-cents. Da es aber um 5 Uhr war sagte uns ein Polizist, dass alle Busse nicht mehr dahin fahren würden. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Taxifahrer sagte er weiter wir wollten doch am beeeeesten eines dieser üüüberaus billigen Taxis dahoch nehmen. Höhö, son Zufall aber auch.
Das ist auch sowas, was mich auf Samoa nicht begeistert hat. Die Polizei hat keine Authorität, arbeitet sogar mit der Bevölkerung zusammen um die Touristen richtig auszufressen, ihnen die Hosentaschen leer zu machen. Fragst du sie nach irgendwas wirst du angemacht und bekommst am Besten noch einen ekelhaften Spruch hinterher gerufen. Aber gut, kleines Land, da ist das halt so.
Wir haben dann auch wirklich ein Taxi genommen, da uns keine andere Wahl blieb. 60 Tala(für alle zsm) waren auch ganz angemessen, diese 20 Euro bezahlt man ja Zuhause um von der Bahn nach Hause zu kommen.
In Manase gibt es sieben Familien, alle bieten eine Reihe von Beach Fales an. Wir fragten die ersten durch, nach Preis und Angebot. Ulli handelte immer schön herum und schließlich entschieden wir uns für Jane´s Beach Fale, glaub das Vierte auf der Straße.Es hatte eine schöne weiche Wiese am Strand, es sah gemütlich und gepflegt aus. Dort bezahlten wir 55 Tala pro Nacht, heruntergehandelt, weil wir drei Tage bleiben wollten.

Teilweise waren die Krebse zu groß für ihre Muscheln! unsere Beach Fales .. mit traumhaftem Sonnenuntergang In diesen Häusern wohnen die Samoaner, gespotet in Manase


Zu diesem Zeitpunkt war das Wetter noch gut.
Doch etwas später am Abend fings dann an mit schütten. Ähnlich wie in Lalomanu wollte es gar nicht mehr aufhören mit schiffen. Sarah und ich teilten uns eine Fale und die Kerle. Ich hat durchgehend Angst im Meer zu landen oder einen Tsunami zu erleben (übertrieben, aber wahr).

6. Tag 27.02.2014

Morgens aufgestanden und was war... der Regen war geblieben , es war eisekalt und blöde. Sven war schon los auf einen Tauchtrip als wir zum Frühstück kamen. Wir bekamen jeden morgen Toast mit Marmelade und Butter. Weiterhin Rührei oder Spiegelei und immer wechselnd Pankeki oder Plinsen. Yummi Yummi. Und an diesem ersten Tag dort konnten wir uns auch noch Svens Frühstück schmecken lassen, er war ja nicht da.
Später dann setzten wir drei uns auf die Veranda unseres Fales und lasen. Lasen, lasen, lasen. Kleiner Mittagsschlaf und lesen. Unser Fale hatten wir mit zusammengebundenen Bananenblättern vor dem Regen schützen können.
Abends gings dann noch ins badewannenwarme Wasser (ernsthaft, wie durchgehend reingepullert) und dann gabs Abendbrot und tot.


7.Tag 28.02.2014

Über Svens Tauchschule hatte ich mich für einen 80-Tala-Schnorchelkurs angemeldet. Wir wurden um 10, nachm Frühstück dieses Mal, abgeholt. Es schüttete. 
Die Frau, natürlich eine Deutsche, hatte am Vortag bissel mit mir geredet und irgendwann meinte sie zu mir: Dann pack dir aba ma e Di-schird mit ein, falls de nass wirstDa wurde doch gleich mein Heimatradar aktiviert und es stellte sich heraus, dass sie aus Thüringen kam, ursprünglich. Risch erkannd du, das thüringisch-säggsche habsch do glei rausgehört eh. :D
Dann kamen wir zur Tauchschule und wir trafen ihren Mann, der, natürlich, ursprünglich aus SACHSEN kam . Oahr, der Akzent war zwar ni mehr so hard, aba isch habs rausgehörd. Risch schön wars gewesen eh. Da triffste auf Samoa auf nen ausgewanderten Sachsen.. wir Deutschen sind auch überall!
Dann gings ab aufs Boot und ab aufs Wasser. Sven machte nochmal Tiefirgendwas und ich war inna Schnorchelgruppe. Die Unterwasserwelt war gigantisch. Kleine strahlende blaue und gelbe Fischchen, riesige Korallenbäume und Schwämme. Das Wasser war unendlich klar und sauber.
Kaum aufm Boot zurück gings dann los. Ich wurde seekrank. Auf eine mir sogut wie unbekannte Art&Weise. Ekelhaft!
Ich wurd dann mit ner Sicherheitsleine ins Wasser gelassen, damit mein Magen mit den Wellen und nicht mitm Boot mitwackeln konnte. Ging dann auch super, bis einer aufm Boot kotzte, der Geruch aufkam und die Kotze ins Wasser gespült wurde. DANKESCHÖÖÖN dacht ich mir. Naja, es wurde alles nicht besser, wir schnorchelten dann noch bissel umher. Durch die hohen und starken Wellen konnten wir aber einen Spot nicht anschnorcheln, was sehr schade war. Ich fand dann später heraus, mein Magen war kurz vorm sich übergeben, dass Stehen aufm Boot recht hilfreich war. Ich unterhielt mich mit den zwei jungen Bootsführern Leo und Alex (der eine hatte ein Blumentattoo um seinen Bauchnabel herum) und endlich gings wieder an dem Strand, fester Boden unter den Füßen. Holy Shit war DAS geil!

Abends kam dann noch Kerstin zu uns und hatte noch einen Johannes dabei, auchn ganz lieber Deutscher. War ein schöner Abschlussabend mit den Beiden! :)

Kerstin, Sarah und Marie auf Samoa Germany goes Samoa :D

8. Tag 1. März 2014 (;))

Es ging zurück! Samoa war geschafft. Klingt zwar kacke, aber ich habe mich so auf "Zuhause" gefreut, auf Neuseeland. Dort gibt es wenigstens Supermärkte und OBST und geiles, wenn auch teures, Fleisch undundund. Da kam durch wie verwöhnt ich eigentlich bin..
Um 8 fuhren wir mit einem Bus zur Fähre und um 12 nahmen wir die Fähre auf die andere Insel.

warten aufn Bus vorbei gings an gigantischen Lavafeldern

Die Fähre war so voll und die Wellen so hoch, dass das Wasser auf die Fähre schwappte und ich jeden Moment damit rechnete, dass wir in einen senkrechten Stand kommen würden. Aber die Fähre hielt durch. Dann noch 5 Minuten mitm Bus und wir waren am menschenleeren Airport. Unser Flug sollte abends um 10 gehen, also hatten wir noch 8 Stunden Zeit. Wir hatten unendlichen Hunger, aber alles war geschlossen. Gegen 8, nach Schläfchen und lesen, machten dann endlich mal paar Geschäfte auf. Ich hatte noch nie solchen Hunger gehabt wie dort am Flughafen. Wir kauften uns dann zu viert drei Chinasuppen, wenigstens ein Anfang. Es goss, natürlich, weiterhin wie aus Kannen.

Menschenleer meine Lieben.. .. außer paar dumme, kleine, wartende Deutsche natürlich.. .. und so ne bildhübsche kleine deutsch-französische Luxemburgerin! Hihi... höhöhöhö :'D


Gegen 10:15 konnten wir dann ins Flugzeug und endlich gen Heimat. 

Das Coolste überhaupt: die Stewardess kam zu mir und fragte mich, ob das meine Freunde seien, die ihren Hinflug verpasst hatten. SIE HATTE MICH WIEDERERKANNT! Ich fands so unglaublich lustig!


1:20 Landung in Auckland und Anton, der Kumpel von Lukas aus Auckland, holte mich vom Flughafen ab, währenddessen die anderen am sehr komfortablen Airport die Nacht verbringen wollten. Gegen 2:15 kamen wir an und ich skypte noch mit Muddi bis 5. Vorher mussten wir noch meinen Magen füllen, also schööön ne fette Pommes bei BurgerKing geholt und glücklich war ich.

 

Am nächsten Tag gings erstmal zu Pak´nSave, ich kaufte mir Tonnen an Äpfeln und Orangen. Mein Magen verstand das ganze Essen am ganzen Tag noch gar nicht.
Am 3. März sollte dann Lukas von Christchurch (Chch) nach Auckland kommen, mitm Flugzeug. Ich erzählte ihm, dass ich ihn leider nicht abholen könne, da ich mit Sarah in der Stadt soooo viele Dinge zu erledigen hätte.
Dieser 3. März geht in meine Geschichtsbücher ein! Es war ein überausperfekter Tag!
Ich Stand früh zeitig auf, um in die Stadt zu fahren. Mein erstes Paket wartete nach 4 langen Wochen endlich auf mich und ich brauchte neue kurze Hosen. Also, aufgestanden und mitm mir nun sehr vertrauten Zug in die Innenstadt. Auf ins IEP (Partnerbüro) und dort warteten meine 3-4kg auf mich. Himmlisch! Beim aufmachen heulte ich erstmal, so viel schöne heimische Sachen, so viel Liebe und so viel Vertrautheit!
Weiterhin ging ich shoppen, hatte von Samoa noch genug Geld übrig. Alles war im Angebot und ich war happy. Dann noch schnell mit Sarah Bilder ausgetauscht (Liebe geht raus an dich) und dann gings wieder zurück nach Avondale. Lukas sollte 13:45 (?!?!) ankommen, gegen 13:00 war ich wieder in Avondale, verabredet mit Anton damit er mich rausfahren könnte. Er kam ewwwwwig nicht. Wir fuhren 13:45 los, wussten, dass wir 15min zum Flughafen bräuchten. Da es ein Inlandflugs war wusste ich auch, dass es keine Passkontrolle gäben würde. Mein Herz raste eh, ich wollt den Ollen doch überraschen. Am Flughafen angekommen stürmte ich ausm Auto und rannte wahrhaftig WIE IM FILM über die Bordsteine, rannte rein- niemand zu sehen. Ich ging zum Airbus und lies den Busfahrer eine Durchsage machen, ob ein Lukas im Bus sei. Nichts. Ich also wieder reingerannt und Gott sei Dank hat mein Freund so die Arschruhe weg- er war noch mit seinem Gepäck beschäftigt. Naja, dann halt so, Pärchenkram, blabla Hallo blabla, Überraschung blabla 
Am nächsten Tag, am 4., kam dann noch Lukas´Freund aus Deutschland, Markus, an. Er wollte genau einen Monat in Neuseeland bleiben und in dieser Zeit so viel wie möglich von Neuseeland sehen. Ich entschloss kurzerhand die ersten Wochen mitzukommen, allzuviel Zeit blieb und bleibt mir mit Lukas hier in Neuseeland ja nicht mehr.

Ein Resume:
Samoa kam anders als erwartet und die erste komische Nacht zerstörte warscheinlich auch alles. Es war sehr interessant die Lebensstile und die Landschaften zu sehen, aber ich muss definitiv nicht nochmal dahin zurück. Am Ende meines Neuseelandtrips habe ich noch Fiji und ich hoffe, dass wird besser. Dort werde ich mir auch vorher eine Unterkunft buchen und mich einfach besser vorbereiten.
Faa spielte eine sehr große Rolle in dem Samoaurlaub und ich denke immer noch viel über sie nach.

Ihr Lieben
Im nächsten Post hole ich den Roadtrip mit Lukas und Markus auf und dann bin ich auch schon fast wieder in der Zukunft gelandet.

Erstmal, vorab: Ich werde ab dem 24. April als Au Pair bei einer zauberhaften Familie beginnen. Innerhalb von zwei Tagen ging die Anmeldung, das Ausfüllen und das Skypedate mit der Verantwortlichen von AuPairLink von dannen und kaum, dass ich im Matching war, hatte schon die erste Familie angebissen, welche sich auch als meine Traumfamilie herausstellte. Dazu aber später genaueres. Mir gehts es blendend, ich habe traumhafte Pläne für mein weiteres Verbleiben hier. Nur das Lukas bald nach Hause fliegt betrübt mich sehr!

Viel Sonnenschein und Schweinescheiße von mir! :)

Kaikoura

16März2014

Ihr Lieben,

es geht gleich weeeeiter hier! Habe Internet und Elan zu schreiben! :))

Also, am 15. Februar begaben wir uns Richtung Christchurch, weil ich die Stadt noch 2-3 Tage anschauen wollte. Dann kam mir aber meine Fähren-Familie in den Sinn. Ich wollte sie unbedingt wiedersehen, weil ich auch versprochen hatte, sie nochmal zu besuchen. Da wir ja eh noch genug Zeit hatten bis zu meinem Flug rief ich die Familie an und fragte, ob wir zu ihnen kommen dürften, für eine Nacht. Sofort war Lisa, die Mama, sofort mega begeistert. Da sie ausserhalb von Kaikoura aufm Land wohnten, meinte sie, ich solle sie einfach anrufen und sie würde uns abholen! Die Vorfreude war groß. Wir begannen zu hitchhiken und trafen auf eine junge Frau, die auf dem Weg nach Christchurch war. Bisschen haben wir uns geärgert den Zwischenstop in Kaikoura gemacht zu haben, da dieser Lift quasi perfekt gewesen wäre, aber Dinge kommen wie sie kommen, dazu später mehr! :)

Die junge Frau fuhr ein kleines und schon vollbepacktes Autoleinchen, also knuddelte ich 1,5h mit meinem backpack, aaaaber das war mehr als okay.
Sie hielt für mich hinter einer Kurve an, da die ganze die Straße direkt an der Küste entlang ging und plötzlich, hinter dieser Kurve, riesige Bergwände auftauchten. Weiterhin hielt sie an mit uns an einer riesigen Robbenkolonie an. Die hatten ganz viele kleine Robbenbabys, die durch die Kante rollten und sich bekämpften! :3 haaaach, niedlüsch.

Berglandschaft Blenheim-Kaikoura Küstenfahrt Sealcolony :)

In Kaikoura angekommen warf sie uns am iSite raus, wir machten ein kurzes Mittagessen und riefen Lisa an. Zehn Minuten später kam sie auch schon, begleitet von Alissa, ihrer Tochter. Wir begrüßten uns herzlich, packten alles in das Auto und ab gings in die Berge.

Die Wardfamilie, Lisa and Mike, hat zwei Kinder, Joseph (8 Jahre) und Alissa (11) und sie sind zauberhaft. So lieb und interessiert! :) Sie wohnen Richtung Berge, an einem Hang. Auf ihrem riesigen Grundstück haben sie einen Bullen und eine Kuh mitm Kalb, viele chicken und einen Hund. Ihr Haus ist ein ehemaliges Motel aus dem Ortskern von Kaikoura, was sie in mühevoller Kleinarbeit da hoch gekarrt haben und hergerichtet haben.

  Die Aussicht auf Kaikoura, gelegen in der Ecke der Küste

Wir kamen an und uns wurde der Wohnwagen zum schlafen angeboten, da dieser eh den Tag zuvor in Gebrauch war und Lisa somit das Putzen verschieben konnte.

Unser Wohnwagen

Abends bekamen wir Rinderbraten mit Kartoffel, wir spielten mit Joseph im Garten Fussball und unterhielten uns noch lange mit Lisa und Mike. Alissa zeigte mir noch ihre Schuluniform und dann gings ins Bettchen. Abends jedoch hatten wir absolut keine Lust auf Christchurch, besonders ich, weil ich mich so heimisch und willkommen fühlte. Kurzerhand entschieden wir eine Nacht länger zu bleiben. Am nächsten Tag schliefen wir, die Kinder waren in der Schule, und Lisa, als Hausfrau, bot uns an uns in die Stadt zu fahren. Gegen 2 brachen wir dann auf. Kaikoura ist bekannt für deine Delfin- und Waltouren. Man kann mit den Delfinen schwimmen oder sie einfach nur beobachten. Man kann dazu Boote, Schiffe oder einen Helikopter mieten. Ansonsten gibts in Kaikoura nicht viel, nichtmal einen Pak´nSave. Wir setzten uns an den Strand schön in die Sonne. In Kaikoura ist es so, dass die riesigen Berge nur knapp 10km vom Strand entfernt sind. Deshalb können hier die besten Bilder von Bergen und Strand auf einem entstehen.
Wir saßen da so rum, als wir plötzlich am "Horizont" eine riesige Delfinschule entdeckten. Einige kamen sogar bis auf 40m ran. So ein Zufall!

DELFIN !!

Später sind wir noch durch die Stadt gelaufen und kauften uns eine Portion Chips für 3 Dollar, die uns beide richtig satt machte (Wiederholungsbedarf!!). Lisa und Alissa holten uns wieder ab, wobei wir den Kindern nichts davon gesagt hatten, dass wir länger bleiben wollten.
Aufm Grundstück führten uns die Kinder noch durch den dazugehörigen Wald und Mike ging angeln. Abends kam er dann mit ner riesigen Kiste voller schwarzer Fische mit, den Namen habe ich vergessen, zu englisch :D

Jetzt habe ich irgendwas durcheinander gebracht. Auf jeden Fall waren wir auch noch mit der Familie schnorcheln. Ich bekam einen Neoprenanzug, Mike ging auf die Jagd und die Kinder plantschten auch umher. Lukas versuchte zu angeln, versenkte seinen Haken aber in irgendwelchen Pflanzen. Ich tauchte hinterher und es "angelte" mich... höhöhö...
Es war arschkalt im Wasser, aber wir hatten so viel Spaß! Ich liebe diese Familie :)

Riesen Fisch an der Angel.. .. und das Walross rausgezogen

Am 18. sind wir dann aber doch gestartet, Lisa fuhr uns in die Stadt und wir versuchten unser Glück. Vier Stunden lang hielt aber absolut keiner an. Lukas hatte einen Kontakt zu einem Trucker, der uns nachts um 10 mit nach Christchurch nehmen konnte. Von um 4 nachmittags bis 10 setzten wir uns in ein Waldstück, kochten, schliefen, spielten Karten. Dann wurden wir endlich mitgenommen und stellten uns auf eine Nacht am Flughafen ein, da mein Flug gegen 12 gehen sollte und ein Hostel suchen sinnlos gewesen wäre.

Wir kamen am Flughafen und erlebten die schlimmste Nacht überhaupt. Man durfte sich nicht auf den Boden legen, wir mussten uns trennen (herzzerreisend) und waren einfach übermüdet.

Der Flug verlief dann ohne Probleme und Lukas gab mir die Nummer eines Freundes, Anton, der in Auckland lebt. Bei dem durfte ich dann zwei Nächte bleiben. Bei Anton traf ich dann noch auf Luca, welcher Lukas seit dem Kindergarten kennt, und Marko&Marko. Die Welt ist ein Dorf! Lukas war auf einer anderen Insel, während ich einen seiner besten Freunde zufällig in Auckland kennenlerne. Also, alles nicht ganz so zufällig, aber zu umfangreich um jetzt alles zu posten!

Nunja... am 21. Februar gings dann nach Samoa... diese "Horrorgeschichte" gibts aber später.

Love:)

Blenheim

16März2014

Ihr Lieben,

(23.Januar)

kaum saßen wir in Toms Auto nahm er uns mit in sein Hostel. Weiterhin hatte sein Arbeitgeber noch einen Job frei gehabt, bevorzugt aber einen Kerl. Also hatte Lukas ab dem nächsten Tag eine Unterkunft und sogar einen Job. Wir gingen nun also ins Grapevine Backpackers, was bissel außerhalb vom Zentrum lag. Da ein Doppelzimmer nur 5 Dollar mehr als ein Dorm-Zimmer kostete, mieteten wir uns in dieses ein. Es waren gut 6m² Fläche, ein 1.40m-Bett und ein Schränkchen.. aber als Backpacker verlernt man sehr einfach Ansprüche zu haben.

unsere kleine Müllhalde

Was Lukas´Job sein würde wussten weder Tom noch er selbst, da auch Tom erst am folgenden Tag dort anfangen würde. Ich brauchte auch wieder Geld, also ging ich auf Jobsuche. Von Tom bekam ich den Tipp, dass es eine Company gibt, die sich jeden Morgen mit ihren Arbeitern vorm Bahnhof treffe und zu Ende der Besprechung immer Jobs vergebe. Das hieß: um einen Job zu bekommen musste ich um 5 aufstehen um um 6 am Bahnhof zu sein. Nächster Morgen, es war ein Freitag. Ich stand um 5 auf und dackelte nach einem kleinen Frühstück zum Bahnhof. An diesem Tag gab es jedoch keine Jobs, also ging ich wieder zurück zum Hostel, fiel ins Bett und schlief. Lukas hatte derweil schon seinen ersten Arbeitstag -.-
Am Abend zuvor hatten wir in der Küche David kennengelernt, 21, Deutscher, auf Jobsuche. Wir machten uns eigentlich aus zusammen zum Bahnhof zu gehen, aber der Kleine verpennt einfach. Gegen Mittag, endlich ausgeschlafen, traf ich ihn dann in der Küche und wir gingen in die Bibliothek, um Internet zu schnorren und nach Jobs zu suchen. Im Internet gabs natürlich auch eine Angebote. Letztenendlich blieb nur noch die Möglichkeit unseren Hosteldad Hayden nach Nummern verschiedener Companies zu fragen und diese durchzuklingeln. Nichts. Kein Angebot, nichtmal eine Aussicht auf einen Job.
Dann kam der Samstag, Lukas arbeitete, ich harzte herum. Am Nachmittag saßen wir mit David auf der Terasse, als wir Lewis, einen 19-jährigen Schotten, kennenlernten. Auch er war auf Jobsuche, auch er hatte sich Kontaktnummern  geholt und auch er telefonierte alle durch. Langsam hatte ich keine Lust mehr: Lukas hatte einen Job, wir hatten das blöde Hostel für eine Woche gebucht und es schien aussichtslos irgendwie an die Companies zu kommen die noch Arbeiter suchten.

Abendessen gemacht und PLÖTZLICH sprang Lewis auf die Terasse und meinte, dass wir drei Arbeitslosen ab morgen(Sonntag) einen Job hätten. Wie üblich in Blenheim erfährt man erst bei Arbeitsbeginn, was der Job ist, wie man bezahlt würde etc. Die Freude war groß.

Dann kam also der Sonntag, wir drei frühstückten in Ruhe und sollten uns 7:30 mit unserem Arbeitgeber vor einem kleinen Supermarkt treffen. Dieser sammelte uns ein, fuhr 20min mit uns durch alle möglichen Vineyards und wurf uns nun irgendwo ab.

Kurzinfo: Blenheim ist das Zentrum der Backpackersklaverei. Rund um Blenheim, ich schätze in einem Umkreis von mindestens 30km, gibt es nur Weingüter, Weinreben, Weine, Reben, Straßen durch Weingüter etc. Diese wollen natürlich gepflegt sein. Das heißt arbeiten in der brütenden Sonne, schlechte Bezahlung etc.

Nunja, wir kamen dann also auf unserem Abschnitt auf einem der Weingüter an. Wir bekamen einen Vertrag in die Hand geworfen. Darin stand, dass wir auf contract Basis bezahlt werden würden. Contract Work bedeutet, dass man nach Stückzahl bezahlt wird. Beispielweise wenn man Früchte pflückt wird man nach Anzahl der Körbe bezahlt. Arbeitet man in einem Packhouse wir man pro Kiste bezahlt.
Wir unterschrieben erstmal und wollten uns überraschen lassen. Weiterhin machte uns unser Supervisor (der Mensch, der auf uns aufpasst während der Arbeit, aber nicht der Boss) viele Hoffnungen, dass wir einfach bis zu 25 Dollar pro Stunde verdienen könnten. Der Mindestlohn liegt bei 13.75 pro Stunde, da sind 8 Dollar Unterschied schon ne Menge- Ein weiterer Grund fürs Unterschreiben war, dass noch keiner von uns auf contract gearbeitet hatte, wodurch wir auch nicht einschätzen konnten, ob der Supervisor Recht hatte oder eher nicht.
Dann wurden wir eingewiesen und jeder bekam eine kleine Gartenschere in die Hand. Wir mussten die Pflanzen Erdbebensicher machen, indem wir an dem Ast einer Pflanze 8 Grapes abschneiden sollten. Grapes ist .. son Weintraubenpaket, weiß nich wie mans übersetzen kann. Pro abgeschnittenem Grape gabs einen mickrigen Cent. Heißt, die meisten Pflanzen hatten 3 große Äste, man verdiente pro Ast 8 cent, pro Pflanze 24cent.Klang erstmal easy, wurde aber mega behindert. Am Anfang arbeiteten wir noch sehr gut und vorsichtig, doch gegen Ende, als wir langsam ausrechneten, dass wir bei gut 7 Dollar die Stunde waren, rissen und rupften wir nur noch die Grapes aus den Pflanzen, liesen die Blätter fliegen und kämpften um jeden Cent :D
Nunja, kaum war die Arbeit beendet, wussten wir, dass wir so schnell wie möglich kündigen würden. Weil das war Sklavenarbeit pur.

Das ist eine grape :) Schön durcharbeiten die blöden Reihen..

Dennoch wollten wir dem Ganzen noch eine Chance geben und kamen am nächsten Tag wieder. Wir fuhren zu einem anderen Weingut und abermals arbeiteten wir sehr hart und kamen nicht mal annähernd an den Mindestlohn heran. Hier ist es so, wenn man auf contract arbeitet und den Mindestlohn nicht erreicht, muss der Arbeitgeber dir diesen trotzdem bezahlen. Schafft man es aber nicht drei Tage hintereinander an den Mindestlohn heranzukommen, wird man entlassen.

Wir erfuhren, dass unser Arbeitgeber uns nicht den Mindestlohn, sondern nur tastatsächlich verdiente Geld überweisen wollte. Das verstößt gegen das Gesetz. Wir schrieben eine SMS an die Company, dass wir den Mindestlohn haben wollten und wurden gefeuert, wie erwartet. Anfangs bekamen wir keinen Mindestlohn bezahlt, dann schaltete Lewis irgendson Regierungsding ein und plötzlich bekamen wir das restliche Geld doch noch.
Nunja, es war also Montag der 27. Januar und ich bzw wir waren abermals arbeitslos. Ich entschied wieder zu der Bahnhofscompan zu gehen. Dienstagmorgen: ich bekam dort einen Job. Sie hatten gut 100 Arbeiter, wir alle mussten Warnwesten tragen wegen den Traktoren etc und sahen aus wie eine Armee von Sklavenarbeitsbienen. Der Job war okay, abermals schnitten wir Grapes raus, dieses Mal aber auf Stundenlohnbasis und mit einem höheren Anspruch, quasi mit mehr Qualität. Auch die Company war vertrauenswürdiger. Kurz vor Arbeitsschluss schrieb mir Lukas, dass ich mit bei ihm und Tom arbeiten dürfte, pro Stunde sogar noch mehr verdienen würde und dieser Arbeitsplatz sehr sicher, also hundertpro langzeit wäre. Nun endlich, nach drei gescheiterten Arbeitstagen, hatte ich einen geilen Langzeitjob, zusammen mit Tom und Lukas.

Am Mittwoch dann begann ich mit bei Marisco. Wir mussten jeden Morgen kurz vor 6 aufstehen, 6:30 im Auto sitzen und kurz vor 7 arbeitsbereit sein. Wir kamen an, ich wurde vom Chef reingebeten und dann, Gott gütiger, der perfekte Arbeitgeber! Er warf mir nicht den Vertrag zu, er ging jeden einzelnen Abschnitt mit mir durch. Er half mir bei allen Unterschriften, gab mir eine kleine Sicherheitseinweisung undundund. Das Niveau lag nun gaaaaanz oben.
Der Job bestand aus `Young Wild Training`. Wir arbeiteten also diesmal mit Pflanzen welche erst 4-5 Monate alt waren. Wir bekamen eine Gartenschere, eine Tapepistole und eine Tasche zum umhängen und aufbewaren dessen.

Die Reihen Pflanze, ungetaped, mit Tapepistole

Wir mussten die Geize aus den jungen Pflanzen machen und, falls sie groß genug waren, sie mit dem Tape an ein Stahlseil tapen, damit sie in die richtigen Richtungen wachsen würden. Die Sonne brannte uns zwar auf den Buckel, aber dank vielen Pausen und einer genialen Supervisorin machte der Job total viel Spaß. Diesen Job machte ich dann bis zum 14. Februar, da es am 19. für mich nach Auckland und am 21. nach Samoa gehen sollte.

Zwischendurch gönnten wir uns mal einen kleinen lecker Lindtbären :))

Während unserer Zeit in Blenheim lernten wir viele Leute ausm Hostel und Tagesbesucher kennen. Wir machten mit einem anderen Pärchen eine Weintour (testen bis man kotzt).

Nadine und Lukas David Around Blenheim David da sehe wenigstens ICH mal gut aus! Sorry Babe :D Und dann leistete sich jedes Pärchen einen 22-Dollar-Wein :)) Und dann leistete sich jedes Pärchen einen 22-Dollar-Wein :)) Da ist das Ding!!! War super lecker, wie ein schöner.. Sekt :))

Paddelten mit den freien Kanus durch Blenheim. Jeden Dienstag war Pizzatag bei Dominos, Lukas kaufte sich eine neue größere Angel und wir trafen Jenny, Jannik, Lucy, Tom, Linda, Jessi und Isabel von der Hideaway Lodge wieder. Mehr passierte nicht.. naja doch. Manchmal fuhren die Jungs angeln, beim ersten Mal ging ich auch mit. War bissel kalt, aber die Aussicht aufs Meer machte es wieder wett!

Lucas, Tom und Lukas und die liebe Vici, ebenfalls aus Dresden :)) Wackentom versucht sein Glück :)

Joa, die Zeit verging wie im Fluge

.Chillen im Hostel Einige Langzeitarbeiter :) Blenheims Flüsschen Lukas Bär

Am 15. Februar starteten Lukas und ich Richtung Christchurch, darüber der nächste Post.

Cheers! J

Wellington und Renwick

02März2014

Ihr Lieben,

ich beginne nun also mit meinem zweiten Blog, um euch weiterhin aufm Laufen zu halten und endlich mal meine Bilder loszuwerden. Diesen Post hier hatte ich vorher schonmal geschrieben, wollte ihn gerade speichern als jemand, mal wieder, mein Kabel aussa Steckdose zog und alles weg war. Ich werde wohl nie dazulernen, dass man seine Daten speichern muss :D

Am 20.1. begab ich mich nun also frühs zum iSite in Stratford, um mitm Intercity-Bus nach Wellington zu fahren und von dort aus auf die Südinsel zu starten. In Palmerston North musste ich umsteigen und fand nach einem einstündigen Aufenthalt sogar den richtigen Bus. Nach 6 Stunden und einer kurzen Absprache mit dem Busfahrer wurde ich dann auch in der Nähe meines Hostels "lodge in the city" rausgeworfen. Ich hatte einen Stadtplan und stapfte los. 
Ich hatte ja schon des öfteren erwähnt wie nett und hilfsbereit die Kiwis sind. Ich lief nun also Richtung Hostel. Als ich ca. 50m vor dem Hostel war blieb ich kurz stehen um meinen Rucksack zu richten. Sofort wurde ich von einem Pärchen angesprochen, ob ich wüsste wo ich wäre, wo ich hinmüsste undundund. Aus Nettigkeit tat ich halt auf hilflos und erzählte in von meinem Hostel. Sie zeigten mir das Haus in 50m Entfernung, ich bedankte mich und ging. NATÜRLICH ist das wieder mega lieb gewesen und sie wussten ja nicht, dass ich nur paar Meter weiter mein Hostel samt Bett hatte, aber in dem Moment.. gings mir bissel aufn Keks, was aber mega überheblich von mir war bzw ist! :/ Egaaaaaal, ich weiß es zu schätzen :D

Ich kam dann an, ging zur Rezeption und die erste Frage war, ob ich das Erdbeben gespürt hätte. Ich dacht die wollen mich veräppel, weil ich wirklich nichts gespürt hatte in der vergangenen Zeit in Wellington. Egal wen ich im Hostel traf, alle fragten wie ich das Erdbeben fand. Während das schwere Erdbeben war saß ich anscheinend im Bus bzw bin mit meinem Backpack zum Hostel gelaufen, wodurch ich keine Anhaltspunkte hatte und nichts wackeln gesehen habe. Prima, ich biss mir sowas von in den Arsch. Maaaaan, da bin ich schon in einem Erdbebengebiet und es ist ein Erdbeben und ich verpasse es-natürlich! -.- Ärgert mich noch heute!

Bin dann in mein Zimmer eingezogen, welches sich ungefähr zwei Meter von einer vielbefahrenen Kreuzung befand. Nachts konnt ich kaum schlafen. Alle Autos waren am hupen, bremsen und stark anfahren. Dadurch erklärte sich aber auch der Preis des Bettes.. 15$ pro Nacht. Der Durchschnitt aller Hostels ist bei 25$ pro Nacht, wobei man da auch nicht halb auf der Straße schläft. 

Am nächsten Morgen bin ich etwas früher aufgestanden, weil ich nicht wusste wie ich zum ferrybuilding kommen sollte und keine Lust hatte die Fähre zu verpassen. Vorher gönnte ich mir einen Apfel, eine Orange und paar Cracker zum Frühstück und schaute in der Gemeinschaftsküche neuseeländisches Fernsehen. Irgendwann kamen dann die Nachrichten mit Berichten über das vergangene Erdbeben. In den Supermärkten waren viele Flaschen aus den Regalen gefallen und anderer Kleinkram. Doch das highlight war das Ende der Nachrichten, als der Sprecher noch eine Blitzinfo hatte und berichtete, dass es vor ca.10min Nachbeben in Wellington der Stärke 3.1 gegeben hatte. Ich saß schon seit mindestens 20 Minuten in der Küche und hatte absolut KEIN VERDAMMTES WACKELN BEMERKT. Eh, ich dacht mir irgendwann so, dass man nicht mehr Pech haben kann. 

Paar Minuten später verließ ich dann das Hostel und machte mich auf zur Bushaltestelle. Kaum raus aus der Tür begann eine Sturzflut vom Himmel zu kommen, quasi Krieg der Regentropfen mit dem Ziel mich so nass wie möglich zu machen. Im Ferrybuilding angekommen war ich dann komplett durchgeweicht. Ich musste noch ca. 3 Stunden auf die Fähre warten, gab dooferweise auch mein backpack zu zeitig auf und fror mir dann risch schön den Arsch ab.
Mein Warten in der Lounge wurde aber von Tom und Lucas verkürzt, die einen Tag vorher auch in Wellington angekommen waren und eh keine Pläne für den Tag hatten.

Die Fähre Richtiges Mistwetter 

Pünktlich gings dann auf diese gigantische Fähre. Kaum innendrinnen angekommen suchte ich mir einen schönen Fensterblick, mummelte mich ein und machte es mir so gemütlich wie möglich. Die Fähre füllte sich und bald hatte ich ein Pärchen mit zwei kleineren Kindern mit auf meinem 6-Sitzer sitzen. Sie hatten eine kleine Tochter, die ich damals so auf 10 schätzte und einen Sohn der für mich wie 4 aussah. Die Kids erkundeten nun die Fähre und kauften sich irgendwann Pommes, welche sie schön neben mir ausbreiteten und genüsslich vermümmelten. Ich bekam so einen Appetit, dass ich fragte wie teuer diese waren, ich aber zu faul wäre jetzt aufzustehen und sie mir zu holen. Die Mama bot mir an ihre Kinder zu schicken und so saß ich bald vor einem Haufen Chips für nur 5$. Wenig später befand ich mich dann in einem Gespräch mit der Familie, ich erzählte ihnen von meinen bisherigen Erlebnissen etc.
Unsere Fähre wurde kurz vor der Südinsel von Delfinen begleitet, wodurch mir nun auch die Kinder stolz von irgendwelchen Geschichtchen erzählten und die Zeit wie im Fluge verging.
Kurz vor dem Stop unseres Schiffes verabschiedeten wir uns, trafen uns dann aber im Bauche des Schiffes wieder. Dort gaben sie mir dann ihre Telefonnummer samt Adresse und somit hatte ich die Ward-Familie aus Kaikoura kennengelernt. Ich wurde eingeladen, wann immer ich Probleme hatte, zu ihnen zu kommen, bei ihnen schlafen zu können undundund. Ich liebte die Kinder und war einfach glücklich über dieses Angebot von so einer reizenden kleinen Familie! :))

DELFIN Fähre :) 

Wir verliesen das Schiff und wurden mit Bussen zum Ferrybuilding gefahren. Lukas hatte mir schon vorher gesagt, dass es komischerweise mich mit einem Auto abholen würde. Ich war so gespannt, ihn endlich wiederzusehen. Dann kamen wir endlich an und  ich sah nur so einen gutaussehenden Mann an einer Säule lehnen und die Busse beobachten. höhö.. der gehört zu mir .. höhö .. Unschuldig

Von Picton gings dann mit einem kleinen Flitzerchen nach Renwick, welches ca. 10min von Blenheim liegt. Dort wohnte nun also die hitchhikefrau mit ihrem Mann, weit ab vom Schuss, in einem Tal. Ihr Haus stand hoch oben und bot perfekte Blicke über die gesamte Region. Das i-Tüpfelchen war dann noch ein Jacuzzi auf der Terrasse, welchen wir nutzen durften.

Unser Zimmerchen Badewannenaussicht mal anders

Einige Tage bevor ich nach Wellington kam hatte ich für Lukas und mich nach Jobs im Internet gesucht und ein Angebot aus Queenstown bekommen. Der Plan war nun also einige Tage die Westcoast entlang zu hitchhiken und finally für einige Wochen in Queenstown Geld zu verdienen. Am 22. Januar wurden wir von dem Mann zur großen Hauptstrasse gefahren und begannen mit hitchhiken. Ich hatte jedoch ein mulmiges Gefühl wegen dem Job und rief nochmal an, um sicher zu gehen, dass wir den Job auch wirklich hatten. Mit einem "sorry, found some others. Wish u a nice day" ging die Queenstownvorstellung in kleinen Rauchbläschen auf.

Nun hatten wir bzw hatte ich mal wieder Glück: genau einen Tag vorher hatte mir der "Wacken"-Tom von der Hideaway geschrieben und gefragt, was ich so mache und erzählt was er so treibt. Aus diesen kleinen SMS erfuhr ich nun also, dass er einen Langzeitjob in Blenheim hatte. Queenstown wurde über den Haufen geworfen, wir riefen Tom an, hitchhikten nach Blenheim und wurden dann von ihm abgeholt.

Mehr dazu im nächsten Post, gibt echt viel aufzuholen, es tut mir so Leid! :x